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classicistranieri.com - The Mirrored Project Gutenberg eBook of The Life of Friedrich Schiller, by 
Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle

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with this eBook or online at www.gutenberg.org


Title: The Life of Friedrich Schiller
       Introduction to German Translation

Author: Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle

Release Date: April 2, 2006 [EBook #18101]

Language: German

Character set encoding: UTF-8

*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK THE LIFE OF FRIEDRICH SCHILLER ***




Produced by Louise Hope, Thierry Alberto and the Online
Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net






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387 cover of book with distant view of Carlyle's house


389

Thomas Carlyle

Leben Schillers,

aus dem Englischen;

eingeleitet
durch

Goethe.



Frankfurt am Main, 1830.
Verlag von Heinrich Wilmans.

391
Der hochansehnlichen

Gesellschaft

fĂŒr auslĂ€ndische

schöne Literatur,

zu
Berlin.

393 Als gegen Ende des vergangenen Jahres ich die angenehme Nachricht erhielt, dass eine mir freundlich bekannte Gesellschaft, welche bisher ihre Aufmerksamkeit inlĂ€ndischer Literatur gewidmet hatte, nunmehr dieselbe auf die auslĂ€ndische zu wenden gedenke, konnte ich in meiner damaligen Lage nicht ausfĂŒhrlich und grĂŒndlich genug darlegen, wie sehr ich ein Unternehmen, bey welchen man auch meiner auf das geneigteste gedacht hatte, zu schĂ€tzen wisse.

Selbst mit gegenwĂ€rtigem öffentlichen Ausdruck meines dankbaren Antheils geschieht nur fragmentarisch was ich im bessern Zusammenhang zu ĂŒberliefern gewĂŒnscht hĂ€tte. Ich will aber auch das wie es mir vorliegt nicht zurĂŒckweisen, indem ich meinen Hauptzweck dadurch zu erreichen hoffe, dass ich nĂ€mlich meine Freunde mit einem Manne in BerĂŒhrung bringe, welchen ich unter diejenigen zĂ€hle, die in spĂ€teren Jahren sich an mich thĂ€tig angeschlossen, mich 394 durch eine mitschreitende Theilnahme zum Handeln und Wirken aufgemuntert, und durch ein edles, reines wohlgerichtetes Bestreben wieder selbst verjĂŒngt, mich, der ich sie heranzog, mit sich fortgezogen haben. Es ist der Verfasser des hier ĂŒbersetzten Werkes, Herr Thomas Carlyle, ein Schotte, von dessen ThĂ€tigkeit und VorzĂŒgen, so wie von dessen nĂ€heren ZustĂ€nden nachstehende BlĂ€tter ein Mehreres eröffnen werden.

Wie ich denselben und meine Berliner Freunde zu kennen glaube, so wird zwischen ihnen und ihm eine frohe wirksame Verbindung sich einleiten und beide Theile werden, wie ich hoffen darf, in einer Reihe von Jahren sich dieses VermÀchtnisses und seines fruchtbaren Erfolges zusammen erfreuen, so dass ich ein fortdauerndes Andenken, um welches ich hier schliesslich bitten möchte, schon als dauernd gegönnt, mit anmuthigen Empfindungen voraus geniessen kann.

in treuer AnhÀnglichkeit und Theilnahme.

Weimar April

1830.

J. W. v. Goethe.


395 Es ist schon einige Zeit von einer allgemeinen Weltliteratur die Rede und zwar nicht mit Unrecht: denn die sĂ€mmtlichen Nationen, in den fĂŒrchterlichsten Kriegen durcheinander geschĂŒttelt, sodann wieder auf sich selbst einzeln zurĂŒckgefĂŒhrt, hatten zu bemerken, dass sie manches Fremde gewahr worden, in sich aufgenommen, bisher unbekannte geistige BedĂŒrfnisse hie und da empfunden. Daraus entstand das GefĂŒhl nachbarlicher VerhĂ€ltnisse, und anstatt dass man sich bisher zugeschlossen hatte, kam der Geist nach und nach zu dem Verlangen, auch in den mehr oder weniger freyen geistigen Handelsverkehr mit aufgenommen zu werden.

Diese Bewegung wĂ€hrt zwar erst eine kurze Weile, aber doch immer lang genug, um schon einige Betrachtungen darĂŒber anzustellen, und aus ihr bald möglichst, wie man es im Waarenhandel ja auch thun muss, Vortheil und Genuss zu gewinnen.


GegenwĂ€rtiges, zum Andenken Schillers, geschriebene Werk kann, ĂŒbersetzt, fĂŒr uns kaum etwas Neues bringen; 396 der Verfasser nahm seine Kenntnisse aus Schriften, die uns lĂ€ngst bekannt sind, so wie denn auch ĂŒberhaupt die hier verhandelten Angelegenheiten bey uns öfters durchgesprochen und durchgefochten worden.

Was aber den Verehrern Schillers, und also einem jeden Deutschen, wie man kĂŒhnlich sagen darf, höchst erfreulich seyn muss, ist: unmittelbar zu erfahren, wie ein zartfĂŒhlender, strebsamer, einsichtiger Mann ĂŒber dem Meere, in seinen besten Jahren, durch Schillers Productionen berĂŒhrt, bewegt, erregt und nun zum weitern Studium der deutschen Literatur angetrieben worden.

Mir wenigstens war es rĂŒhrend, zu sehen, wie dieser, rein und ruhig denkende Fremde, selbst in jenen ersten, oft harten, fast rohen Productionen unsres verewigten Freundes, immer den edlen, wohldenkenden, wohlwollenden Mann gewahr ward und sich ein Ideal des vortrefflichsten Sterblichen an ihm auferbauen konnte.

Ich halte deshalb dafĂŒr dass dieses Werk, als von einem JĂŒngling geschrieben, der deutschen Jugend zu empfehlen seyn möchte: denn wenn ein munteres Lebensalter einen Wunsch haben darf und soll, so ist es der: in allem Geleisteten das Löbliche, Gute, Bildsame, Hochstrebende, genug das Ideelle, und selbst in dem nicht Musterhaften, das allgemeine Musterbild der Menschheit zu erblicken.


Ferner kann uns dieses Werk von Bedeutung seyn, wenn wir ernstlich betrachten: wie ein fremder Mann die Schillerischen Werke, denen wir so mannigfaltige Kultur verdanken, auch als Quelle der seinigen schÀtzt, verehrt 397 und dies, ohne irgend eine Absicht, rein und ruhig zu erkennen giebt.

Eine Bemerkung möchte sodann hier wohl am Platze seyn: dass sogar dasjenige, was unter uns beynahe ausgewirkt hat, nun, gerade in dem Augenblicke welcher auswĂ€rts der deutschen Literatur gĂŒnstig ist, abermals seine krĂ€ftige Wirkung beginne und dadurch zeige, wie es auf einer gewissen Stufe der Literatur immer nĂŒtzlich und wirksam seyn werde.

So sind z. B. Herders Ideen bey uns dergestalt in die Kenntnisse der ganzen Masse ĂŒbergegangen, dass nur wenige, die sie lesen, dadurch erst belehrt werden, weil sie, durch hundertfache Ableitungen, von demjenigen was damals von grosser Bedeutung war, in anderem Zusammenhange schon völlig unterrichtet worden. Dieses Werk ist vor kurzem ins Französische ĂŒbersetzt; wohl in keiner andern Ueberzeugung als dass tausend gebildete Menschen in Frankreich sich immer noch an diesen Ideen zu erbauen haben.


In Bezug auf das dem gegenwĂ€rtigen Bande vorgesetzte Bild sey folgendes gemeldet: Unser Freund, als wir mit ihm in VerhĂ€ltniss traten, war damals in Edinburgh wohnhaft, wo er in der Stille lebend, sich im besten Sinne auszubilden suchte, und, wir dĂŒrfen es ohne Ruhmredigkeit sagen, in der deutschen Literatur hiezu die meiste Förderniss fand.

SpĂ€ter, um sich selbst und seinen redlichen literarischen Studien unabhĂ€ngig zu leben, begab er sich, etwa zehen deutsche Meilen sĂŒdlicher, ein eignes Besitzthum zu 398 bewohnen und zu benutzen, in die Grafschaft Dumfries. Hier, in einer gebirgigen Gegend, in welcher der Fluss Nithe dem nahen Meere zuströmt, ohnfern der Stadt Dumfries, an einer Stelle welche Craigenputtock genannt wird, schlug er mit einer schönen und höchst gebildeten LebensgefĂ€hrtin seine lĂ€ndlich einfache Wohnung auf, wovon treue Nachbildungen eigentlich die Veranlassung zu gegenwĂ€rtigem Vorworte gegeben haben.


Gebildete Geister, zartfĂŒhlende GemĂŒther, welche nach fernem Guten sich bestreben, in die Ferne Gutes zu wirken geneigt sind, erwehren sich kaum des Wunsches, von geehrten, geliebten, weitabgesonderten Personen das Portrait, sodann die Abbildung ihrer Wohnung, so wie der nĂ€chsten ZustĂ€nde, sich vor Augen gebracht zu sehen.

Wie oft wiederholt man noch heutiges Tags die Abbildung von Petrarch’s Aufenthalt in Vaucluse, Tasso’s Wohnung in Sorent! Und ist nicht immer die Bieler Insel, der Schutzort Rousseau’s, ein seinen Verehrern nie genugsam dargestelltes Local?

In eben diesem Sinne hab’ ich mir die Umgebungen meiner entfernten Freunde im Bilde zu verschaffen gesucht, und ich war um so mehr auf die Wohnung Hrn. Thomas Carlyle begierig, als er seinen Aufenthalt in einer fast rauhen Gebirgsgegend unter dem 55ten Grade gewĂ€hlt hatte.

Ich glaube durch solch eine treue Nachbildung der neulich eingesendeten Originalzeichnungen gegenwĂ€rtiges Buch zu zieren und dem jetzigen gefĂŒhlvollen Leser, vielleicht 399 noch mehr dem kĂŒnftigen, einen freundlichen Gefallen zu erweisen und dadurch, so wie durch eingeschaltete AuszĂŒge aus den Briefen des werthen Mannes, das Interesse an einer edlen allgemeinen LĂ€nder- und WeltannĂ€herung zu vermehren.


Thomas Carlyle an Goethe.

Craigenputtock den 25. Septbr. 1828.

“Sie forschen mit so warmer Neigung nach unserem gegenwĂ€rtigen Aufenthalt und BeschĂ€ftigung, dass ich einige Worte hierĂŒber sagen muss, da noch Raum dazu ĂŒbrig bleibt. Dumfries ist eine artige Stadt, mit etwa 15000 Einwohnern und als Mittelpunct des Handels und der Gerichtsbarkeit anzusehen eines bedeutenden Districkts in dem schottischen GeschĂ€ftskreis. Unser Wohnort ist nicht darin, sondern 15 Meilen (zwei Stunden zu reiten) nordwestlich davon entfernt, zwischen den Granitgebirgen und dem schwarzen Moorgefilde, welche sich westwĂ€rts durch Gallovay meist bis an die irische See ziehen. In dieser WĂŒste von Heide und Felsen stellt unser Besitzthum eine grĂŒne Oase vor, einen Raum von geackertem, theilweise umzĂ€umten und geschmĂŒckten Boden, wo Korn reift und BĂ€ume Schatten gewĂ€hren, obgleich ringsumher von Seemöven und hartwolligen Schaafen umgeben. Hier, mit nicht geringer Anstrengung, haben wir fĂŒr uns eine reine, dauerhafte Wohnung erbaut und eingerichtet; hier wohnen wir in Ermangelung einer Lehr- oder andern öffentlichen Stelle, um uns der Literatur zu befleissigen, nach eigenen KrĂ€ften uns damit zu beschĂ€ftigen. Wir wĂŒnschen 400 dass unsre Rosen und GartenbĂŒsche fröhlich heranwachsen, hoffen Gesundheit und eine friedliche GemĂŒthsstimmung, um uns zu fordern. Die Rosen sind freylich zum Theil noch zu pflanzen, aber sie blĂŒhen doch schon in Hoffnung.

Zwei leichte Pferde, die uns ĂŒberall hintragen, und die Bergluft sind die besten Aerzte fĂŒr zarte Nerven. Diese tĂ€gliche Bewegung, der ich sehr ergeben bin, ist meine einzige Zerstreuung; denn dieser Winkel ist der einsamste in Brittanien, sechs Meilen von einer jeden Person entfernt die mich allenfalls besuchen möchte. Hier wĂŒrde sich Rousseau eben so gut gefallen haben, als auf seiner Insel St. Pierre.

FĂŒrwahr meine stĂ€dtischen Freunde schreiben mein Hierhergehen einer Ă€hnlichen Gesinnung zu und weissagen mir nichts Gutes; aber ich zog hierher, allein zu dem Zweck meine Lebensweise zu vereinfachen und eine UnabhĂ€ngigkeit zu erwerben, damit ich mir selbst treu bleiben könne. Dieser Erdraum ist unser, hier können wir leben, schreiben und denken wie es uns am besten dĂ€ucht, und wenn Zoilus selbst König der Literatur werden sollte.

Auch ist die Einsamkeit nicht so bedeutend, eine Lohnkutsche bringt uns leicht nach Edinburgh, das wir als unser brittisch Weimar ansehen. Habe ich denn nicht auch gegenwÀrtig eine ganze Ladung von französischen, deutschen, amerikanischen, englischen Journalen und Zeitschriften, von welchem Werth sie auch seyn mögen, auf den Tischen meiner kleinen Bibliothek aufgehÀuft!

Auch an alterthĂŒmlichen Studien fehlt es nicht. Von einigen unsrer Höhen entdeck’ ich, ohngefĂ€hr eine Tagereise westwĂ€rts, den HĂŒgel, wo Agrikola und seine 401 Römer ein Lager zurĂŒckliessen; am Fusse desselben war ich geboren, wo Vater und Mutter noch leben um mich zu lieben. Und so muss man die Zeit wirken lassen. Doch wo gerath ich hin! Lassen Sie mich noch gestehen, ich bin ungewiss ĂŒber meine kĂŒnftige literarische ThĂ€tigkeit, worĂŒber ich gern Ihr Urtheil vernehmen möchte; gewiss schreiben Sie mir wieder und bald, damit ich mich immer mit Ihnen vereint fĂŒhlen möge.”


Wir, nach allen Seiten hin wohlgesinnten, nach allgemeinster Bildung strebenden Deutschen, wir wissen schon seit vielen Jahren die Verdienste wĂŒrdiger schottischer MĂ€nner zu schĂ€tzen. Uns blieb nicht unbekannt, was sie frĂŒher in den Naturwissenschaften geleistet, woraus denn nachher die Franzosen ein so grosses Uebergewicht erlangten.

In der neuern Zeit verfehlten wir nicht den löblichen Einfluss anzuerkennen, den ihre Philosophie auf die SinnesĂ€nderung der Franzosen ausĂŒbte, um sie von dem starren Sensualism zu einer geschmeidigern Denkart auf dem Wege des gemeinen Menschenverstandes hinzuleiten. Wir verdankten ihnen gar manche grĂŒndliche Einsicht in die wichtigsten FĂ€cher brittischer ZustĂ€nde und BemĂŒhungen.

Dagegen mussten wir vor nicht gar langer Zeit unsre ethisch-Àsthetischen Bestrebungen in ihren Zeitschriften auf eine Weise behandelt sehen, wo es zweifelhaft blieb, ob Mangel an Einsicht oder böser Wille dabey obwaltete; ob eine oberflÀchliche, nicht genug durchdringende Ansicht, 402 oder ein widerwilliges Vorurtheil im Spiele sey. Dieses Ereigniss haben wir jedoch geduldig abgewartet, da uns ja dergleichen im eignen Vaterlande zu ertragen genugsam von jeher auferlegt worden.

In den letzten Jahren jedoch erfreuen uns aus jenen Gegenden die liebevollsten Blicke, welche zu erwiedern wir uns verpflichtet fĂŒhlen und worauf wir in gegenwĂ€rtigen BlĂ€ttern unsre wohldenkenden Landsleute, insofern es nöthig seyn sollte, aufmerksam zu machen gedenken.


Herr Thomas Carlyle hatte schon den Wilhelm Meister ĂŒbersetzt und gab sodann vorliegendes Leben Schillers im Jahre 1825 heraus.

Im Jahre 1827 erschien German Romances in 4 BÀnden, wo er, aus den ErzÀhlungen und MÀhrchen deutscher Schriftsteller als: MusÀus, La Motte Fouqué, Tieck, Hoffmann, Jean Paul und Goethe, heraushob, was er seiner Nation am gemÀssesten zu seyn glaubte.

Die einer jeden Abtheilung vorausgeschickten Nachrichten von dem Leben, den Schriften, der Richtung des genannten Dichters und Schriftstellers geben ein Zeugniss von der einfach wohlwollenden Weise, wie der Freund sich möglichst von der Persönlichkeit und den ZustÀnden eines jeden zu unterrichten gesucht, und wie er dadurch auf den rechten Weg gelangt, seine Kenntnisse immer mehr zu vervollstÀndigen.

In den Edinburgher Zeitschriften, vorzĂŒglich in denen welche eigentlich fremder Literatur gewidmet sind, finden sich nun, ausser den schon genannten deutschen Autoren, 403 auch Ernst Schulz, Klingemann, Franz Horn, Zacharias Werner, Graf Platen und manche andere, von verschiedenen Referenten, am meisten aber von unserm Freunde, beurtheilt und eingefĂŒhrt.

Höchst wichtig ist bey dieser Gelegenheit zu bemerken, dass sie eigentlich ein jedes Werk nur zum Text und Gelegenheit nehmen, um ĂŒber das eigentliche Feld und Fach, so wie alsdann ĂŒber das besondere Individuelle, ihre Gedanken zu eröffnen und ihr Gutachten meisterhaft abzuschliessen.

Diese Edinburgh Reviews, sie seyen dem Innern und Allgemeinen, oder den auswĂ€rtigen Literaturen besonders gewidmet, haben Freunde der Wissenschaften aufmerksam zu beachten; denn es ist höchst merkwĂŒrdig, wie der grĂŒndlichste Ernst mit der freysten Uebersicht, ein strenger Patriotismus mit einem einfachen reinen Freysinn, in diesen VortrĂ€gen sich gepaart findet.


Geniessen wir nun von dort, in demjenigen was uns hier so nah angeht, eine reine einfache Theilnahme an unsern ethisch-Ă€sthetischen Bestrebungen, welche fĂŒr einen besondern Charakterzug der Deutschen gelten können, so haben wir uns gleichfalls nach dem umzusehen, was ihnen dort von dieser Art eigentlich am Herzen liegt. Wir nennen hier gleich den Namen Burns, von welchem ein Schreiben des Herrn Carlyle’s folgende Stelle enthĂ€lt.

“Das einzige einigermassen Bedeutende, was ich seit meinem Hierseyn schrieb, ist ein Versuch ĂŒber Burns. 404 Vielleicht habt Ihr niemals von diesem Mann gehört, und doch war er einer der entschiedensten Genies; aber in der tiefsten Classe der Landleute geboren und durch die Verwicklungen sonderbarer Lagen zuletzt jammervoll zu Grunde gerichtet, so dass was er wirkte verhĂ€ltnissmĂ€ssig geringfĂŒgig ist; er starb in der Mitte der Manns-Jahre (1796).”

“Wir EnglĂ€nder, besonders wir SchottlĂ€nder, lieben Burns mehr als irgend einen Dichter seit Jahrhunderten. Oft war ich von der Bemerkung betroffen, er sey wenig Monate vor Schiller, in dem Jahr 1759 geboren und keiner dieser beiden habe jemals des andern Namen vernommen. Sie glĂ€nzten als Sterne in entgegengesetzten HemisphĂ€ren, oder, wenn man will, eine trĂŒbe ErdatmosphĂ€re fing ihr gegenseitiges Licht auf.”

Mehr jedoch als unser Freund vermuthen mochte, war uns Robert Burns bekannt; das allerliebste Gedicht John Barley-Corn war anonym zu uns gekommen, und verdienter Weise geschÀtzt, veranlasste solches manche Versuche unsrer Sprache es anzueignen. Hans Gerstenkorn, ein wackerer Mann, hat viele Feinde, die ihn unablÀssig verfolgen und beschÀdigen, ja zuletzt gar zu vernichten drohen. Aus allen diesen Unbilden geht er aber doch am Ende triumphirend hervor, besonders zu Heil und Fröhlichkeit der leidenschaftlichen Biertrinker. Gerade in diesem heitern genialischen Anthropomorphismus zeigt sich Burns als wahrhaften Dichter.

Auf weitere Nachforschung fanden wir dieses Gedicht in der Ausgabe seiner poetischen Werke von 1822, welcher eine Skizze seines Lebens voransteht, die uns wenigstens 405 von den Aeusserlichkeiten seiner ZustĂ€nde bis auf einen gewissen Grad belehrte. Was wir von seinen Gedichten uns zueignen konnten, ĂŒberzeugte uns von seinem ausserordentlichen Talent, und wir bedauerten, dass uns die Schottische Sprache gerade da hinderlich war, wo er des reinsten natĂŒrlichsten Ausdrucks sich gewiss bemĂ€chtigt hatte. Im Ganzen jedoch haben wir unsre Studien so weit gefĂŒhrt, dass wir die nachstehende rĂŒhmliche Darstellung auch als unsrer Ueberzeugung gemĂ€ss unterschreiben können.

Inwiefern ĂŒbrigens unser Burns auch in Deutschland bekannt sey, mehr als das Conversations-Lexicon von ihm ĂŒberliefert, wĂŒsste ich, als der neuen literarischen Bewegungen in Deutschland unkundig, nicht zu sagen; auf alle FĂ€lle jedoch gedenke ich die Freunde auswĂ€rtiger Literatur auf die kĂŒrzesten Wege zu weisen: The Life of Robert Burns. By J. G. Lockhart. Edinburgh 1828. rezensirt von unserm Freunde im Edinburgh Review, December 1828.

Nachfolgende Stellen daraus ĂŒbersetzt, werden den Wunsch, das Ganze und den genannten Mann auf jede Weise zu kennen, hoffentlich lebhaft erregen.


“Burns war in einem höchst prosaischen Zeitalter, dergleichen Brittanien nur je erlebt hatte, geboren, in den aller ungĂŒnstigsten VerhĂ€ltnissen, wo sein Geist nach hoher Bildung strebend ihr unter dem Druck tĂ€glich harter körperlicher Arbeit nach zu ringen hatte, ja unter Mangel und trostlosesten Aussichten auf die Zukunft; ohne Förderniss als die Begriffe, wie sie in eines armen Mannes HĂŒtte wohnen, und allenfalls die Reime von Ferguson 406 und Ramsay, als das Muster der Schönheit aufgesteckt. Aber unter diesen Lasten versinkt er nicht; durch Nebel und Finsterniss einer so dĂŒstern Region entdeckt sein Adlerauge die richtigen VerhĂ€ltnisse der Welt und des Menschenlebens, er wĂ€chst an geistiger Kraft und drĂ€ngt sich mit Gewalt zu verstĂ€ndiger Erfahrung. Angetrieben durch die unwiderstehliche Regsamkeit seines inneren Geistes strauchelt er vorwĂ€rts und zu allgemeinen Ansichten, und mit stolzer Bescheidenheit reicht er uns die Frucht seiner BemĂŒhungen, eine Gabe dar, welche nunmehr durch die Zeit als unvergĂ€nglich anerkannt worden.”

“Ein wahrer Dichter, ein Mann in dessen Herzen die Anlage eines reinen Wissens keimt, die Töne himmlischer Melodien vorklingen, ist die köstlichste Gabe, die einem Zeitalter mag verliehen werden. Wir sehen in ihm eine freyere, reinere Entwicklung alles dessen was in uns das Edelste zu nennen ist; sein Leben ist uns ein reicher Unterricht und wir betrauern seinen Tod als eines WohlthĂ€ters, der uns liebte so wie belehrte.”

“Solch eine Gabe hat die Natur in ihrer GĂŒte uns an Robert Burns gegönnt; aber mit allzuvornehmer GleichgĂŒltigkeit warf sie ihn aus der Hand als ein Wesen ohne Bedeutung. Es war entstellt und zerstört ehe wir es anerkannten, ein ungĂŒnstiger Stern hatte dem JĂŒngling die Gewalt gegeben, das menschliche Daseyn ehrwĂŒrdiger zu machen, aber ihm war eine weisliche FĂŒhrung seines eigenen nicht geworden. Das Geschick—denn so mĂŒssen wir in unserer BeschrĂ€nktheit reden—seine Fehler, die Fehler der Andern lasteten zu schwer auf ihm, und dieser Geist, der sich erhoben hatte, wĂ€re 407 es ihm nur zu wandern geglĂŒckt, sank in den Staub; seine herrlichen FĂ€higkeiten wurden in der BlĂŒthe mit FĂŒssen getreten. Er starb, wir dĂŒrfen wohl sagen, ohne jemals gelebt zu haben. Und so eine freundlich warme Seele, so voll von eingebornen ReichthĂŒmern, solcher Liebe zu allen lebendigen und leblosen Dingen! Das spĂ€te Tausendschönchen fĂ€llt nicht unbemerkt unter seine Pflugschar, so wenig als das wohlversorgte Nest der furchtsamen Feldmaus, das er hervorwĂŒhlt. Der wilde Anblick des Winters ergötzt ihn; mit einer trĂŒben, oft wiederkehrenden ZĂ€rtlichkeit, verweilt er in diesen ernsten Scenen der VerwĂŒstung; aber die Stimme des Windes wird ein Psalm in seinem Ohr; wie gern mag er in den sausenden WĂ€ldern dahin wandern: denn er fĂŒhlt seine Gedanken erhoben zu dem, der auf den Schwingen des Windes einherschreitet. Eine wahre Poetenseele! sie darf nur berĂŒhrt werden und ihr Klang ist Musik.”

“Welch ein warmes allumfassendes GleichheitsgefĂŒhl! welche vertrauenvolle, grĂ€nzenlose Liebe! welch edelmĂŒthiges UeberschĂ€tzen des geliebten Gegenstandes! Der Bauer, sein Freund, sein nussbraunes MĂ€dchen sind nicht lĂ€nger gering und dörfisch, Held vielmehr und Königin, er rĂŒhmt sie als gleich wĂŒrdig des Höchsten auf der Erde. Die rauhen Scenen schottischen Lebens sieht er nicht im arkadischen Lichte, aber in dem Rauche, in dem unebenen Tennenboden einer solchen rohen Wirthlichkeit findet er noch immer LiebenswĂŒrdiges genug. Armuth fĂŒrwahr ist sein GefĂ€hrte, aber auch Liebe und Muth zugleich; die einfachen GefĂŒhle, der Werth, der Edelsinn, welche unter dem Strohdach wohnen, sind lieb und ehrwĂŒrdig 408 seinem Herzen. Und so ĂŒber die niedrigsten Regionen des menschlichen Daseyns ergiesst er die Glorie seines eigenen GemĂŒths und sie steigen, durch Schatten und Sonnenschein gesĂ€nftigt und verherrlicht, zu einer Schönheit, welche sonst die Menschen kaum in dem Höchsten erblicken.”

“Hat er auch ein Selbstbewusstseyn, welches oft in Stolz ausartet, so ist es ein edler Stolz, um abzuwehren, nicht um anzugreifen, kein kaltes misslaunisches GefĂŒhl, ein freyes und geselliges. Dieser poetische Landmann betrĂ€gt sich, möchten wir sagen, wie ein König in der Verbannung; er ist unter die Niedrigsten gedrĂ€ngt und fĂŒhlt sich gleich den Höchsten; er verlangt keinen Rang, damit man ihm keinen streitig mache. Den Zudringlichen kann er abstossen, den Stolzen demĂŒthigen, Vorurtheil auf Reichthum oder Altgeschlecht haben bey ihm keinen Werth. In diesem dunklen Auge ist ein Feuer, woran sich eine abwĂŒrdigende Herablassung nicht wagen darf; in seiner Erniedrigung, in der Ă€ussersten Noth vergisst er nicht fĂŒr einen Augenblick die MajestĂ€t der Poesie und Mannheit. Und doch, so hoch er sich ĂŒber gewöhnlichen Menschen fĂŒhlt, sondert er sich nicht von ihnen ab, mit WĂ€rme nimmt er an ihrem Interesse Theil, ja er wirft sich in ihre Arme und, wie sie auch seyen, bittet er um ihre Liebe. Es ist rĂŒhrend zu sehen, wie in den dĂŒstersten ZustĂ€nden dieses stolze Wesen in der Freundschaft HĂŒlfe sucht, und oft seinen Busen dem UnwĂŒrdigen aufschliesst; oft unter ThrĂ€nen an sein glĂŒhendes Herz ein Herz andrĂŒckt, das Freundschaft nur als Namen kennt. Doch war er scharf und schnellsichtig, ein Mann vom durchdringendsten 409 Blick, vor welchem gemeine Verstellung sich nicht bergen konnte. Sein Verstand sah durch die Tiefen des vollkommensten BetrĂŒgers, und zugleich war eine grossmĂŒthige LeichtglĂ€ubigkeit in seinem Herzen. So zeigte sich dieser Landmann unter uns: Eine Seele wie Aeolsharfe, deren Saiten vom gemeinsten Winde berĂŒhrt, ihn zu gesetzlicher Melodie verwandelten. Und ein solcher Mann war es fĂŒr den die Welt kein schicklicher GeschĂ€ft zu finden wusste, als sich mit Schmugglern und Schenken herumzuzanken, Accise auf den Talg zu berechnen und BierfĂ€sser zu visiren. In solchem AbmĂŒhen ward dieser mĂ€chtige Geist kummervoll vergeudet, und hundert Jahre mögen vorĂŒber gehen, eh uns ein gleicher gegeben wird, um vielleicht ihn abermals zu vergeuden.”


Und wie wir den Deutschen zu ihrem Schiller GlĂŒck wĂŒnschen, so wollen wir in eben diesem Sinne auch die SchottlĂ€nder segnen. Haben diese jedoch unserm Freunde so viel Aufmerksamkeit und Theilnahme erwiesen, so wĂ€r’ es billig, dass wir auf gleiche Weise ihren Burns bey uns einfĂŒhrten. Ein junges Mitglied der hochachtbaren Gesellschaft, der wir gegenwĂ€rtiges im Ganzen empfohlen haben, wird Zeit und MĂŒhe höchlich belohnt sehen, wenn er diesen freundlichen Gegendienst einer so verehrungswĂŒrdigen Nation zu leisten den Entschluss fassen und das GeschĂ€ft treulich durchfĂŒhren will. Auch wir rechnen den belobten Robert Burns zu den ersten Dichtergeistern, welche das vergangene Jahrhundert hervorgebracht hat.

410 Im Jahr 1829 kam uns ein sehr sauber und augenfĂ€llig gedrucktes OctavbĂ€ndchen zur Hand: Catalogue of German Publications, selected and systematically arranged for W. H. Koller and Jul. Cahlmann. London.

Dieses BĂŒchlein, mit besonderer Kenntniss der deutschen Literatur, in einer die Uebersicht erleichternden Methode verfasst, macht demjenigen der es ausgearbeitet und den BuchhĂ€ndlern Ehre, welche ernstlich das bedeutende GeschĂ€ft ĂŒbernehmen eine fremde Literatur in ihr Vaterland einzufĂŒhren, und zwar so dass mann in allen FĂ€chern ĂŒbersehen könne was dort geleistet worden, um so wohl den Gelehrten den denkenden Leser als auch den fĂŒhlenden und Unterhaltung suchenden anzulocken und zu befriedigen. Neugierig wird jeder deutsche Schriftsteller und Literator, der sich in irgend einem Fache hervorgethan, diesen Catalog aufschlagen um zu forschen: ob denn auch seiner darin gedacht, seine Werke, mit andern Verwandten, freundlich aufgenommen worden. Allen deutschen BuchhĂ€ndlern wird es angelegen seyn zu erfahren: wie man ihren Verlag ĂŒber dem Canal betrachte, welchen Preis man auf das Einzelne setze und sie werden nichts verabsĂ€umen um mit jenen die Angelegenheit so ernsthaft angreifenden MĂ€nnern in VerhĂ€ltniss zu kommen, und dasselbe immerfort lebendig erhalten.


Wenn ich nun aber das von unserm Schottischen Freunde vor soviel Jahren verfasste Leben Schillers, auf das er mit einer ihm so wohl anstehenden Bescheidenheit zurĂŒcksieht, hiedurch einleite und gegenwĂ€rtig an 411 den Tag fördere, so erlaube er mir einige seiner neusten Aeusserungen hinzuzufĂŒgen, welche die bisherigen gemeinsamen Fortschritte am besten deutlich machen möchten.


Thomas Carlyle an Goethe.

den 22. December 1829.

“Ich habe zu nicht geringer Befriedigung zum zweitenmale den Briefwechsel gelesen und sende heute einen darauf gegrĂŒndeten Aufsatz ĂŒber Schiller ab fĂŒr das Foreign Review. Es wird Ihnen angenehm seyn zu hören, dass die Kentniss und SchĂ€tzung der auswĂ€rtigen, besonders der deutschen Literatur, sich mit wachsender Schnelle verbreitet so weit die englische Zunge herrscht; so dass bey den Antipoden, selbst in Neuholland, die Weisen Ihres Landes ihre Weisheit predigen. Ich habe kĂŒrzlich gehört, dass sogar in Oxford und Cambridge, unsern beiden englischen UniversitĂ€ten, die bis jetzt als die Haltpuncte der insularischen eigenthĂŒmlichen Beharrlichkeit sind betrachtet worden, es sich in solchen Dingen zu regen anfĂ€ngt. Ihr Niebuhr hat in Cambridge einen geschickten Uebersetzer gefunden und in Oxford haben zwei bis drei Deutsche schon hinlĂ€ngliche BeschĂ€ftigung als Lehrer ihrer Sprache. Das neue Licht mag fĂŒr gewisse Augen zu stark seyn; jedoch kann Niemand an den guten Folgen zweifeln, die am Ende daraus hervorgehen werden. Lasst Nationen wie Individuen sich nur einander kennen und der gegenseitige Hass wird sich in gegenwĂ€rtige HĂŒlfleistung verwandeln, und anstatt 412 natĂŒrlicher Feinde, wie benachbarte LĂ€nder zuweilen genannt sind, werden wir alle natĂŒrliche Freunde seyn.”


Wenn uns nach allen diesem nun die Hoffnung schmeichelt, eine Uebereinstimmung der Nationen, ein allgemeineres Wohlwollen werde sich durch nÀhere Kentniss der verschiedenen Sprachen und Denkweisen, nach und nach erzeugen; so wage ich von einem bedeutenden Einfluss der deutschen Literatur zu sprechen, welcher sich in einem besondern Falle höchst wirksam erweisen möchte.

Es ist nÀmlich bekannt genug, dass die Bewohner der drei brittischen Königreiche nicht gerade in dem besten EinverstÀndnisse leben, sondern dass vielmehr ein Nachbar an dem andern genugsam zu tadeln findet, um eine heimliche Abneigung bey sich zu rechtfertigen.

Nun aber bin ich ĂŒberzeugt, dass wie die deutsche ethisch-Ă€sthetische Literatur durch das dreifache Brittanien sich verbreitet, zugleich auch eine stille Gemeinschaft von Philogermanen sich bilden werde, welche in der Neigung zu einer vierten, so nahverwandten Völkerschaft, auch unter einander, als vereinigt und verschmolzen sich empfinden werden.



413

Schillers Leben.


Erster Abschnitt.

Seine Jugend (1759-1784.)

Unter allen Schriftstellern ist am Schluss des letzten Jahrhunderts wohl keiner der Aufmerksamkeit wĂŒrdiger, als Friedrich Schiller. Ausgezeichnet durch glĂ€nzenden Geist, erhabenes GefĂŒhl und edlen Geschmack, liess er den schönsten Abdruck dieser selten vereinigten Eigenschaften in seinen Werken zurĂŒck. Der ausgebreitete Ruhm, welcher ihm dadurch geworden, ..........

.... es sind neue Formen der Wahrheiten, neue GrundsĂ€tze der Weisheit, neue Bilder und Scenen der Schönheit, die er dem leeren formlosen unendlichen Raum abgenommen; zum ÎșÏ„áż†ÎŒÎ± Δጰς ጀΔ᜶ oder zum ewigen Eigenthum aller Geschlechter dieses Erdballs. [s. 301.]

.......... die unsere Literatur, so reich sie auch schon an sich ist, noch ungleich mehr bereichern wĂŒrde. [Anhang, s. 54.]


383 Schiller's house in Weimar


384

NÀhere Bezeichnung der dargestellten LokalitÀten.


Titelkupfer, Thomas Carlyles Wohnung in der Graffschaft Dumfries, des sĂŒdlichen Schottlands.

Titel-Vignette, dieselbe in der Ferne.

Vorderseite des Umschlags, Wohnung Schillers in Weimar.

RĂŒckseite des Umschlags, einsames HĂ€uschen in Schillers Garten, ĂŒber der Jenaischen Leutra, von ihm selbst errichtet; wo er in vollkommenster Einsamkeit manches, besonders Maria Stuart schrieb. Nach seiner Entfernung und erfolgtem Scheiden, trug man es ab, wegen Wandelbarkeit, und man gedachte hier das Andenken desselben zu erhalten.


385 view of Carlyle's house






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Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle

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*** START: FULL LICENSE ***

THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
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work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any
Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.


Section  2.  Information about the Mission of Project Gutenberg-tm

Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
electronic works in formats readable by the widest variety of computers
including obsolete, old, middle-aged and new computers.  It exists
because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
people in all walks of life.

Volunteers and financial support to provide volunteers with the
assistance they need, is critical to reaching Project Gutenberg-tm's
goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
remain freely available for generations to come.  In 2001, the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
and the Foundation web page at http://www.pglaf.org.


Section 3.  Information about the Project Gutenberg Literary Archive
Foundation

The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
Revenue Service.  The Foundation's EIN or federal tax identification
number is 64-6221541.  Its 501(c)(3) letter is posted at
http://pglaf.org/fundraising.  Contributions to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
permitted by U.S. federal laws and your state's laws.

The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
throughout numerous locations.  Its business office is located at
809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
business@pglaf.org.  Email contact links and up to date contact
information can be found at the Foundation's web site and official
page at http://pglaf.org

For additional contact information:
     Dr. Gregory B. Newby
     Chief Executive and Director
     gbnewby@pglaf.org


Section 4.  Information about Donations to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation

Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
spread public support and donations to carry out its mission of
increasing the number of public domain and licensed works that can be
freely distributed in machine readable form accessible by the widest
array of equipment including outdated equipment.  Many small donations
($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
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The Foundation is committed to complying with the laws regulating
charities and charitable donations in all 50 states of the United
States.  Compliance requirements are not uniform and it takes a
considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
with these requirements.  We do not solicit donations in locations
where we have not received written confirmation of compliance.  To
SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any
particular state visit http://pglaf.org

While we cannot and do not solicit contributions from states where we
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approach us with offers to donate.

International donations are gratefully accepted, but we cannot make
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Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
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Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm
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with anyone.  For thirty years, he produced and distributed Project
Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.


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