AFRIKA/GHANA – Caritas-Projekt fördert Umweltschutz und Arbeitsplätze für junge Menschen

Accra – “Die größte potenzielle Bedrohung für den sozialen Zusammenhalt, die demokratische Regierungen und die nationale Sicherheit in Ghana und in vielen Teilen der Welt ist die Jugendarbeitslosigkeit”, so Erzbischof Philip Naameh von Tamale, bei dem von der Erzdiözese veranstalteten „E-Waste-Management-Workshop“, in dessen Rahmen der nachhaltige Umgang mit enormen Menge an Elektronikmüll erörert wurde, der jedes Jahr aus der ganzen Welt in das afrikanische Land gelangt. Insgesamt müssen über 215.000 Tonnen Klimaanlagen, Kühlschränke, Fernseher, Waschmaschinen, Computer, Staubsauger, Mobiltelefone und Glühlampen entsorgt werden, von denen die meisten aus Europa kommen.
Ziel der Initiative ist es, aus einer potentiellen Umweltkatastrophe eine Beschäftigungsmöglichkeit für junge Ghanaer zu machen. Erzbischof Naameh beklagt in diesem Zusammenhang: “Wenn die Sammlung und Entsorgung von Elektroschrott ordnungsgemäß organisiert worden wäre, hätten sie Arbeitsplätze für junge Menschen geschaffen”.
Der Erzbischof betonte, dass die Kirche eine innovative Herangehensweise an das Thema entwickeln wolle, die Geschäftsmodelle für die Entsorgung von Elektronikschrott beinhalten soll. In diesem Zusammenhang sagte er, die Kirche suche nach Partnerschaften, die Investitionskapital für solche unternehmerischen Projekte bereitstellen, die nicht so sehr auf Gewinn, sondern vielmehr auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.
Samuel Zan Akologo, Geschäftsführer von Caritas Ghana, bezeichneten den Workshop als den Beginn der einer Erweiterung des „Caritas-E-Waste-Projekts“ über die Hauptstadt Accra hinaus und fügt hinzu, dass man sich nicht auf die Sammlung von Elektromüll beschränken werde, sondern auch zur Schaffung einer Entsorgungs-Struktur beitragen wolle, die Beschäftigungsmöglichkeiten für jungen Menschen bietet.
Das Caritas E-Waste-Projekt “Erhalt unseres gemeinsamen Hauses ” wurde bereits im Oktober 2017 auf der Grundlage der zweiten Enzyklika von Papst Franziskus “Laudato Si” auf den Weg gebracht.