AFRIKA/MALI – Nach Burkina Faso nun auch Mali: Mindestens 15 Soldaten sterben bei dschihadistischem Anschlag

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Bamako – Erneut greifen dschihadistischen Gruppen Soldaten der regulären Streitkräfte in der Sahelzone an. Nach dem jüngsten Vorfall vom 18. August in Burkina Faso ist nun Mali an der Reihe, wo am gestrigen 19. August, bei einem Überfall auf einen Militärkonvoi in der Nähe von Boni im Zentrum des Landes fünfzehn Soldaten getötet und mehrere verwundet wurden.
Wie es in einer offiziellen Erklärung heißt, explodierte eine Autobombe, als der Konvoi vorbeifuhr, gefolgt von schwerem Geschützfeuer. Es sollen immer noch Bemühungen im Gange sein, die Verwundeten zu evakuieren. Einigen Quellen zufolge soll es den Dschihadisten auch gelungen sein, einige mit Maschinengewehren bewaffnete Militärfahrzeuge zu erbeuten.
Der Überfall ereignete sich an der wichtigen Verbindungsstraße zwischen Gao und Mopti. Vor allem in Zentralmali und in den drei Grenzregionen zwischen Mali, Niger und Burkina Faso kommt es immer wieder zu Überfällen und Anschlägen mit Sprengkörpern. Auf der burkinischen Seite der Grenze starben am 18. August bei einem Sprengstoffanschlag mindestens 80 Menschen, davon 65 Zivilisten.
Der Konvoi, der aus der Stadt Dori abgefahren warn, bestand aus fast 80 Fahrzeugen. “Er legte eine Strecke von etwa 600 Metern zurück”, so eine Quelle aus Kreisen der Sicherheitskräfte. Der Konvoi wurde an der Spitze und am Ende von Gendarmen eskortiert. Die Angreifer eröffneten das Feuer in Boukouma, in der Mitte des Konvois, etwa 20 Kilometer von Arbinda nach Gorgadji. “Dies machte es für die Gendarmen sehr schwierig zu reagieren, da sie es vermeiden mussten, auf Zivilisten zu schießen”, so die Quelle. Die Dschihadisten wurden erst nach dreistündigen Kämpfen zurückgedrängt.
In Burkina Faso wie auch in Mali wird weithin angenommen, dass dschihadistische Gruppen verstärkt Angriffe auf das Militär verüben, um ihre Kontrolle über das Gebiet, insbesondere über strategische Grenzübergänge, zu behaupten.