AFRIKA/NIGER – “Christliche Gemeinden legen ihre Sicherheit in die Hände Gottes”

Niamey – “Niamey – “Wir alle hatten auf eine schnelle Freilassung von Pater Pierluigi Maccalli gehofft. Stattdessen wurde ein weiterer Priester entführt, der aus Burkina Faso stammende Pfarrer Joël und da haben wir verstanden, dass die Sicherheitslage zunehmend komplizierter und undurchschaubarer wird”, so Pater Vito Girotto von der Gesellschaft der Afrikamissionen sieben Monate nach der Entführung seines Mitbruders Pater Pierluigi Maccalli. “Doch wir haben den Glauben an das Gebet für die Freilassung unserer beiden Mitbürder im Priesteramt und anderer entführter Menschen, darunter vor allem gemäßigte Muslime, nicht verloren”, so Pater Girotto.
„Wir sehen die Zeichen der Hoffnung in unseren christlichen Gemeinden, wo an Ostern Dutzende wenn nicht sogar zu Hunderten von Katechumenen getauft werden: 150 allein in Makalondi, wie die Priester berichten, die vor Ort sind. In dieser Gemeinde, die ich im Geiste begleite, wird die Osternacht bei Tageslicht gefeiert, da in der Nacht eine Ausgangssperre gilt, aber die Freude, die Auferstehung des Herrn mit der Taufe zu feiern, wird groß sein. Und dies wird zeigen, dass die Erlösung von Angst und Tod auch in dieser Zeit großer Unsicherheit möglich”, so der Ordensmann weiter.
“Christliche Gemeinden legen die Sicherheit in die Hände Gottes“, so Pater Vito, „doch sie sind auch mit wachsam: Nachrichten über Ereignissen und mögliche Übergriffe auf Missionen werden rasch weitergeleitet, damit alle informiert sind”.
“Unsicherheit“, fügt der Priester hinzu, “erzeugt Angst, selbst bei den Priestern, die sich entschieden haben, vor Ort bleiben und sich fest im Glauben h vom Mut der Zeugen inspirieren lassen, die ihr Leben gegeben haben, um ihre Mission nicht im Stich zu lassen. In Afrika hat es in den letzten Jahrzehnten viele davon gegeben: die nächsten sind die Mönche von Thibirine in Algerien. “
“Mein Wunsch ist es“, so Pater Vito, „dass wir die Freude an der Christusnachfolge trotz der Schwierigkeiten auf dem manchmal verzweifelten Lebensweg wiederentdecken und niemals diejenigen vergessen, denen es schlechter geht als uns. Am Mittwoch in der Karwoche, wenn es am 17. April sieben Monate her ist, seit Pater Gigi entführt wurde, den wir den Gebeten aller Gläubigen anvertrauen, damit es auch für ihn, für Pater. Joël und die anderen, ein Osterfest der Befreiung geben möge. Wir bitten Gott um ein Osterfest der Befreiung von Traurigkeit, Misstrauen, Pessimismus und falschen Gewissheiten“,

da: www.fides.org
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