AFRIKA – Spannungen zwischen Uganda und Ruanda gefährden Kongo

Rom – Die Spannungen zwischen Uganda und Ruanda scheinen sich nicht zu beruhigen. Am 1. April gab Uganda bekannt, dass es sein Verteidigungsbudget um weitere 100 Millionen US-Dollar erhöht und damit die Militärausgaben verdoppelt habe. Kigali und Kampala sind seit 2017 im Streit und beschuldigen sich gegenseitig, bewaffnete Gruppen ihrer jeweiligen Opposition zu unterstützen.
Insbesondere beschuldigt Ruanda Uganda, zwei Rebellengruppen zu unterstützten, den „Ruandischen Nationalkongress“ und die „Demokratischen Befreiungskräfte von Ruanda “. Diese letzte Formation ist seit Jahrzehnten im Osten der Demokratischen Republik Kongo aktiv.
Einige Beobachter berichten unterdessen von der Gründung eines Basislagers von Söldnern im Südkivu, von der sich Milizionäre aus Ruanda, Burundi, Uganda, Tansania, Kenia, Malawi und Mosambik rekrutiert werden, die nach Ruanda eindringen sollen. Aus Kreisen der Ortskirche heißt es jedoch, dass “es sich bei solchen Nachrichten um fakenews handelt. Niemand weiß von so vielen Söldnern im Südkivu, die das ruandische Regime stürzen sollen. Unsere bisherige Erfahrung lehrt uns, dass dies ein Versuch sein könnte, eine Besetzung der Ruzizi-Ebene zu rechtfertigen”.
“In jedem Fall”, so die Quellen aus kirchlichen Kreisen, “gibt es immer wieder kleinere Episoden, die auf Söldner hinweisen, die für eine mögliche Aktion gegen Ruanda rekrutiert wurden, wenn auch nicht so massiv.” Insbesondere im Hochland oberhalb von Fizi, in Minembwe, wo Banyamulenge ruandischer Abstammung seit rund zwei Jahren leben, ist eine bewaffnete Gruppe aus dem Ausland aktiv, die mit dem ruandischen General Faustin Kayumba Nyamwasa in Verbindung steht. Die meisten dieser ausländischen Kämpfer sind Ruandaner, Ugander und Burundier. Sie sollen das Regime des derzeitigen ruandischen Präsidenten Paul Kagame bekämpfen wollen. Vor seiner Ankunft in Minembwe hielt sich Kayumba in Tansania, wo er möglicherweise tansanische Soldaten rekrutiert hatte. Bewaffneten Kämpfer unter Leitung von Kayumba sollen sich bereits seit 2018 im Wald bei Nyungwe in Ruanda aufhalten, von wo aus aber bisher kein Angriff gestartet wurde. “Nach allem, was wir wissen, gibt es keine Anzeichen für einen massiven Angriff von Söldnern verschiedener Nationalitäten gegen Ruanda, die von der Demokratischen Republik Kongo aus agieren”, bekräftigen die Quellen abschließend.

da: www.fides.org
I contenuti del sito sono pubblicati con Licenza Creative Commons Attribuzione 4.0 Internazionale