AFRIKA/SÜDAFRIKA – SACBC-Vorsitzender schließt sich Forderungen nach Aufklärung von Gewalt und Plünderungen an

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Johannesburg – “Ich bin der Meinung, dass wir uns den Forderungen nach Rechenschaft für die Gewalt und die Plünderungen, die im Land zugelassen wurden, anschließen sollten. Diejenigen, die dies aktiv oder durch Unterlassung ihrer Pflichten ermöglicht haben, müssen sich dafür verantworten”, so Bischof Sithembele Sipuka von Mthatha, in seiner Eröffnungsansprache vor der Vollversammlung der Katholischen Bischofskonferenz des Südlichen Afrika , deren Vorsitzender er ist.
Bischof Sipuka bezieht sich damit auf die Gewalt, die nach der Verhaftung des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma ausbrach, in deren Rahmen der mehrere Menschen getötet und mehrere öffentliche und private Gebäude geplündert und zerstört wurden .
In diesem Zusammenhang übte Bischof Sipuka auch Kritik an der Regierung “Die Regierung hat zugesagt, den betroffenen Menschen einen Zuschuss zu geben, weil sie eine fürsorgliche Regierung sei”, so der SACBC-Vorsitzende, „Wäre es aber eine fürsorgliche Regierung gewesen, hätte sie mehr für die Entwicklung der armen Menschen getan, die vernachlässigt wurden und deren tief sitzende Wut sich mit der Verhaftung des ehemaligen Präsidenten in Gewalt entlud”.
Bischof Sipuka sprach auch über die Notlage der jungen Südafrikaner, von denen viele “der Mentalität verhaftet sind, dass für sie gesorgt wird”, und forderte sie auf, ihre Talente einzusetzen, um ihre Situation aus eigener Kraft zu verbessern. “Während die Regierung gefordert ist, ihre Rolle bei der Verbesserung des Lebens der Bürger zu übernehmen, sollten wir auch selbst das Wenige, das uns zur Verfügung steht, nutzen.”
Der Vorsitzende der SACBC, in der sich die Bischöfe von Südafrika, E-Swatini und Botswana zusammenschließen, wies darauf hin, dass ihre Versammlung inmitten der Covid-19-Pandemie, der sozialen Destabilisierung in Südafrika und der politischen Revolution im Königreich E-Swatini stattfindet . Glücklicherweise scheine es in Botswana jedoch noch keine ernsthafte Krise zu geben.
Auf kirchlicher Ebene gingen das Leben und die Arbeit zwar weiter, so der Bischof, sie sei aber durch die Situation während der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt. Abschließend dankte er deshalb allen Katholiken im südlichen Afrika dafür, dass sie in diesen schwierigen Zeiten am Glauben festhalten und mit allen Mitteln versuchen, ihre persönliche Beziehung zu Gott und den Auftrag der Kirche lebendig zu halten.