AFRIKA/SÜDSUDAN – Bischof von Tombura-Yambio nach dem Putsch im Sudan: “Möge Gerechtigkeit und Frieden herrschen”

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Tombura-Yambio – “Möge der heilige Boden des Sudan nicht noch einmal mit brüderlichem Blut getränkt werden. Ein Volk sollte sich niemals von Zorn leiten lassen, sondern auf Frieden und Versöhnung hinarbeiten. Ich fordere das Volk Gottes auf, den Weg der Umkehr zu suchen und den Dialog im Geiste der Wahrheit und der Ehrlichkeit zu akzeptieren”, so Bischof Barani Eduardo Hiiboro Kussala von Tombura-Yambio, Präsident des Interreligiösen Rates für Frieden im Staat Westerb Equatoria im Südsudan, in seiner zu den jüngsten tragischen Ereignissen im Sudan
“Ich schreibe diesen Brief, um Ihnen allen zu versichern, dass wir für Sie beten“, so der Bischof, „Wir sind an eurer Seite, wir beten und weinen mit euch und hoffen auf eine friedliche Lösung dieser x-ten Tragödie”. Im Hinblick auf die bewaffneten Zusammenstöße mit Zivilisten in Khartum und den Staatsstreich, der das Land lebt bekräftigt er: “Die Sudanesen sind wahre und treue Gläubige, egal ob Muslime oder Christen. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Gebet eine wirksame Waffe für Vergebung und Versöhnung ist. In einem solchen Konflikt müssen sich die Gläubigen an Gott wenden und die ihnen zur Verfügung stehenden geistlichen Mittel nutzen!“. „Alle Wege führen auf diese Weise zum Frieden, der Gott selbst ist“, betont der Bischof. „Auch wir als Christen müssen immer wieder zu den Quellen unseres Glaubens zurückkehren, um uns an Gottes Gegenwart zu erinnern, selbst wenn wir Angriffe auf die Unantastbarkeit des Lebens erleiden. Der Prozess des Dialogs kann nur dann erfolgreich sein, wenn wir alle Gott erlauben, in unser Leben einzutreten und unsere Herzen zu berühren, um die Veränderungen zu erreichen, die das Land wirklich braucht.”
“In der nicht allzu fernen Vergangenheit sind bereits so viele Menschen durch ähnliche Gewalttaten wie die jetzige ums Leben gekommen“, beklagt Bischof Hiiboro, „Ich rufe alle auf, für die Versöhnung zu beten und zu fasten… Dies ist eine Zeit des Gebets, des Fastens und der Umkehr. Wir schließen uns den vielen Stimmen an, die das Militär aufgefordert haben, keine Gewalt gegen Unschuldige auszuüben. Die erzwungene Entwurzelung verschlimmert die ohnehin schon prekäre humanitäre Lage nach der COVID-19-Pandemie, so dass viele Menschen dringend auf das Nötigste angewiesen sind“.
“Alle in der Diözese Tombura-Yambio teilen den Schmerz der Betroffenen. Die Mitglieder des Interreligiösen Rates für die Friedensinitiative im Bundesstaat Western Equatoria werden nicht aufhören, sich dafür einzusetzen, Gottes Wunsch zu verkünden, dass alle Menschen im Sudan ein von Gerechtigkeit und Frieden geprägtes Leben führen. Der Südsudan liebt euch alle”, sagt Bischof Hiiboro abschließend.