AMERIKA/CHILE – Katholische Pfarrei unterstützt haitianische Einwanderer bei konsularischen Angelegenheiten

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Providencia – Etwa 10.000 haitianische Auswanderer, die heute in Chile leben, erhielten dank der Zusammenarbeit der Pfarrgemeinde Providencia und der konsularischen Abteilung der haitianischen Botschaft in Chile Beratung und Hilfe bei der Beantragung von Pässen und Personalausweisen und der Überprüfung des Führungszeugnisses. Die Beratung wurde zunächst vom 23. August bis Ende 29. Oktobe angeboten, soll aber nach den Wahlen im November/Dezember wieder aufgenommen werden, wie aus einer Mitteilung der chilenischen Bischofskonferenz hervorgeht.
Pfarrer Jean Gaby, Leiter der Abteilung für menschliche Mobilität des Erzbistums Santiago, berichtet: “Wir begannen mit dem Pass, dann gingen wir zu den Anmeldesverfahren über, wie Fingerabdrücke, Führungskontrollen und Personalausweise. Jeden Tag waren viele Leute da, aber das Wichtigste ist, dass wir den Raum zur Verfügung gestellt haben und mit freiwilligen Helfer mit den Migranten zusammenarbeiten konnten, um die Arbeit des Konsulats zu erleichtern“.
Wie der haitianische Priester unterstreicht, versteht sich diese Initiative als Ausdruck einer Willkommenskultur, “weil wir allen Migranten die Möglichkeit geben wollen, sich helfen zu lassen, denn wir haben gesehen, dass viele Menschen in der haitianischen Botschaft gewartet haben und der Platz dort sehr knapp geworden ist”. Viele von ihnen konnten ihre Dokumente auf diese Weise in Ruhe in den Räumlichkeiten der Pfarrei vorlegen, während zuvor häufig Beschwerden über Wartezeiten und Verzögerungen zu hören waren.
Garly Joseph, Konsularrat der haitianischen Botschaft in Chile, bedankte sich für die Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde, die es ermöglicht hat, das Konsulat zu entlasten und die Zahl der täglich abgewickelten Verfahren zu erhöhen.