AMERIKA/CHILE – Ordensleute wünschen sich Politik im Dienst des Gemeinwohls und Schutz des gemeinsamen Hauses

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Santiago – “Wir leben in einer Zeit der Krise, die große Unsicherheit in verschiedenen Bereichen verursacht: Mangel an Sicherheit auf der einen Seite und zunehmende Gewalt und Instabilität des sozialen Lebens auf der anderen. Jeder Wandel und jede Veränderung der Realität bringt das Gefühl mit sich, keine Kontrolle mehr über die Ereignisse zu haben. Deshalb ist es notwendig und dringend, am Wesentlichen festzuhalten, nämlich an unserer Identität als Menschen, die geschaffen wurden, um mit Gott, mit uns selbst, miteinander und mit der Schöpfung zu leben”, so die Ordensleute Chiles mit Blick auf die bevorstehenden.
Mit Blick auf die bevorstehenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen richten die chilenischen Ordensfrauen und -männer einen Appell an die Kandidaten, und wünschen sich an der aktuellen Lage “Führungspersönlichkeiten, die das Gemeinwohl als Grundlage ihres Dienstes an allen Menschen ohne Unterschied und die Sorge um das gemeinsame Haus betrachten”. Sie müssen auch offen sein für Begegnung und Dialog, um Brücken zu bauen, die den Frieden und das brüderliche Zusammenleben aller Chilenen unter Anerkennung unserer kulturellen Vielfalt fördern. Sie rufen in diesem Zusammenhang dazu auf Lebensbedingungen zu fördern, die auf Freiheit, gegenseitigen Respekt und den Schutz der Natur basieren und eine nachhaltige Wirtschaft anstreben, und zwar durch Gesetze gegen die Ausbeutung und Ausrottung von Leben und Kultur.
Die chilenischen Ordensleute betonen abschließend die eigene Überzeugung, dass “das Evangelium die frohe Botschaft einer Lebensweise bringt, die uns von der Sklaverei falscher Götzendienste befreit, die Mauern errichten und Spaltungen verursachen, und die unseren Verstand und unsere Herzen erhellt, damit wir alle sehen, wertschätzen und uns um sie kümmern, weil wir alle Brüder sind”.