AMERIKA/ECUADOR – Tag der Missionare und Missionarinnen “Ad gentes”: Vorbild ist die selige Mercedes de Jesus

Quito – „Zum Fest der ecuadorianischen Missionare und Missionarinnen „Ad gentes“ möchten wir allen ecuadorianischen Missionaren und Missionaren gratulieren, die den Ort, an dem sie geboren wurden, verlassen haben, um in ein anderes bedürftiges Land zu ziehen und die Frohbotschaft des Evangeliums Jesu zu verkünden”, so die Ecuadorianische Bischofskonferenz anlässlich “Tages der ecuadorianischen Missionare und Missionarinnen”, der in Ecuador am 12. Juni, dem Fest der seligen Mercedes de Jesus , gefeiert wird.
Die selige Mercedes de Jesus Molina wurde von Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Ecuador in Guayaquil am 1. Februar 1985 selig gesprochen. Ihr liturgisches Gedächtnis wurde auf den Todestag am 12. Juni festgelegt. Die Bischofskonferenz erklärte sie am 24. April 2015 während der Vollversammlung der Bischöfe zur mütterlichen Schutzpatronin der ecuadorianischen Missionare “Ad gentes” und nahm ihr Gedenken zum Anlass für einen diesen Missionaren gewidmeten Tag. Die Idee für die Initiative entstand bereits 2014 während der Generalversammlung des Nationalen Missionszentrums .
Wie die Bischofskonferenz mitteilt, handelt es sich bei der Bezeichnung “Missionare und Missionarinnen ad gentes” um Priester oder Ordensleute, “die in den von der Kirche als Mission „Ad gentes“ anerkannten Gebieten tätig sind”, wie in den Anfängen der Kirche ersten Missionaren wie Paulus und Barnabas hießen, die ausgesandt wurden, um den Heiden die Frohe Botschaft des Evangeliums zu bringen.
In Ecuador selbst gibt es noch acht so genannte Missionsgebiete, die der Kongregation für die Evangelisierung der Völker unterstehen. Darunter die sechs Apostolischen Vikariate im Amazonasgebiet: S. Miguel de Sucumbíos; Aguarico; Napo; Puyo; Méndez-Macas; Zamora das Apostolische Vikariat in der Küstenregion: Esmeraldas und das Apostolische Vikariat auf der Galapagos-Inseln.
Das Anliegen des CEMINA ist es an diesem Tag an die Mission über die eigenen Grenzen hinaus zu erinnern und konkret sichtbar zu machen. Außerdem wolle man Gott für die ecuadorianischen Missionare „Ad gentes“ zu danken und über den Sendungsauftrag Jesu und die diesbezüglichen Empfehlungen von Papst Franziskus nachzudenken. Deshalb sollen die katholischen Pfarrgemeinden Kontakt zu ihren Missionaren aufnehmen und die Kirche in den Farben der fünf Kontinente und mit den Flaggen der Länder zu schmücken, in denen sich die Missionare befinden, sowie im Rahmen von besonderen Veranstaltungen die Reflexion über das Thema der Mission „ad gentes“, um neue Berufungen zu fördern.
Mercedes Molina, die Schutzpatronin der ecuadorianischen Missionare “‘Ad gentes”, wurde 1828 in Baba geboren. Nach dem Tod ihrer Eltern zog sie mit ihrer älteren Schwester nach Guayaquil und führte dort ein sorgloses Leben. Am Vorabend ihrer Heirat fiel sie vom Pferd und es kam ihr Jesus auf dem Weg nach Golgatha in den Sinn. Von diesem Tag an begann sie ein Leben voller Buße, Peinigung und Fasten. Später verzichtete sie auf jeglichen Besitz, Geld, Juwelen und schloss sich den so genannten „Recogidas“ in Guayaquil an, die sich um verwaiste Mädchen kümmerten.
1870 luden die Jesuiten sie zu einer Mission im Osten Ecuadors ein. Sie beschritt beschwerliche Wege, erlebte Kälte und Einsamkeit. Doch auch die extremen Reiseerlebnisse, ließen in ihr das Feuer für die Mission nicht erlöschen, das in ihr brannte. Sie war die erste ecuadorianische Frau, die in diese Dschungelregion kam und nahm sich dort vor allem der Volksgruppe der Shuar an, die sie auch während eine Pockenepidemie nicht verließ. In Riobamba gründete er am 14. April 1873 die erste ecuadorianische Ordensgemeinschaft für Frauen, das Institut der heiligen Marianna von Jesus. Sie starb am 12. Juni 1883.

da: www.fides.org
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