AMERIKA/KOLUMBIEN – Förderung der Impfbereitschaft im Amazonasgebiet: Kirchliches Netzwerk REPAM startet Initiative “Vacuna Amazzonia”

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Leticia – Das in der Amazonasregion aktive kirchliche Netzwerk REPAM hat diese Woche die Initiative „Vacuna Amazonia“ gestartet, nachdem die Zahl der Todesfälle infolge einer Coronainfektion im Amazonasgebiet inzwischen 100.037 erreicht hat und Impfungen in diesen Gebieten bisher nur in geringem Maße durchgeführt werden.
“Zu den Faktoren, die dieses Problem verursachen, gehören der Mangel an ausreichenden Impfstoffen, um die Bevölkerung des Amazonasgebiets zu immunisieren, und Fehlinformationen in verschiedenen Teilen des Gebiets”, heißt es in einer von Repam veröffentlichten Mitteilung zur Initiative.
Gerade die Fehlinformationen seien es, die an manchen Orten die Organisation und Durführung einer Impfkampagne verhindern. Das Kirchennetzwerk Repam weist darauf hin, dass “sich viele Menschen weigern sich impfen zu lassen. Doch dieses Szenario, das durch das Auftreten neuer ‘Varianten’ des Virus, die immer gefährlicher und tödlicher werden, noch verschärft wird, gefährdet heute das Leben der Bevölkerung”.
Die nun gestartete Initiative will in aller Welt auf die Tragödie aufmerksam machen, die die Amazonasregion derzeit aufgrund der Pandemie erlebt. Zunächst wird an die nationalen Regierungen mit der Bitte appelliert, “keine Mühen zu scheuen, um Impfstoffe für das Amazonasgebiet zu kaufen und zu liefern, insbesondere für die Ärmsten und Schwächsten”. Zudem wird Bevölkerung wird aufgefordert, “sich impfen zu lassen und sich nicht von Fehlinformationen täuschen zu lassen“. Die Gemeinden selbst sollen ein solches Handeln zum Wohle der Allgemeinheit motivieren und fördern.