AMERIKA/KOLUMBIEN – Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung “legen Menschen in Ketten”

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Bogota – Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung sind zwei eng miteinander verbundene Phänomene, die in vielen Teilen der Welt auftreten und Menschen aller Altersgruppen betreffen. Besonders betroffen sind aber vor allem Minderjährige, die in Situationen der Verwundbarkeit, extremer Armut oder Ausgrenzung gezwungen sind, auf solche Einnahmequellen zurückzugreifen. Eine Zunahme dieser „Geißel der Menschheit“ beklagt Prälat Héctor Fabio Henao Gaviria, Direktor des Nationalen Sekretariats für Sozialpastoral in Kolumbien, in einer Videobotschaft anlässlich des Internationalen Tages gegen sexuelle Ausbeutung und des Frauen- und Kinderhandels, am heutigen 23. September.
“Diese besonders verletzlichen Menschen werden leicht von Leuten gefangen genommen, die sie mit dunklen Absichten auf diesen Weg locken und sie wie Tausch-, Geschäfts- und Handelsobjekte behandeln”, so der Prälat. Die Bischofskonferenz von Kolumbien habe wiederholt ihre Stimme erhoben, um auf diese illegalen Aktivitäten aufmerksam zu machen, “die ein echtes Verbrechen sind, das die Menschheit betrifft und das soziale Leben, das Lebensprojekt von Kindern und sogar von Erwachsenen zerstört, die Opfer dieser Ketten sind, die so viel Zerstörung in der Welt verursachen”, sagte der Bischof.
Das kirchliche Netzwerk „Red Clamor“, in dem sich die Kolumbianische Bischofskonferenz, Ordensgemeinschaften, Laienbewegungen und verschiedene kirchliche Organisationen zusammenschließen, setzt den Schwerpunkt weiterhin auf der Begleitung der Opfer und der Suche nach Lösungen zur Bekämpfung dieser Geißel. Daran erinnert auch Bischof Henao Gaviria, der die Sensibilisierung und Prävention im Zusammenhang mit diesen Verbrechens durch eine stärkere Verbreitung von Informationen auf allen Ebenen fördern will, denn nur so “können wir dazu beitragen, ein sicheres Umfeld zu schaffen, damit die Menschen nicht Opfer dieser kriminellen Aktivität werden, die heute der Welt und unseren jungen Menschen so viel Schaden zufügt”.