ASIEN/CHINA – Pekinger Priesterseminar feiert 40jähriges Gründungsjubiläum

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Peking – “Ich und mein Seminar” lautet das Thema des Wettbewerbs, der für die Seminaristen der Diözese Peking zum 40-jährigen Gründungsjubiläum des Priesterseminars organisiert wurde. Der Wettbewerb fand am Christkönigsfest am vergangenen Sonntag, dem 21. November, statt, wobei die Anwesenheit von Priestern, Professoren und auch Laien, die den Berufungsweg der Seminaristen stets mit Gebet und konkreter Hilfe begleitet haben, aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie begrenzt war. Die Seminaristen blickten auf die Vergangenheit zurück, erzählten von der Gegenwart und stellten sich die Zukunft vor.
“Den Herrn ehren, dem Volk Gutes tun, dem Volk dienen” lautet das Motto des Priesterseminars der Diözese Peking seit 40 Jahren auf dem Weg der Priesterausbildung für die Diözese Peking, aber auch für viele andere Diözesen des Landes, vor allem in den peripheren und weiter entfernten Gebieten. Tatsächlich stammen die meisten Seminaristen, die hier studiert haben, nicht aus Peking. Nach der Ausbildun sind einige von ihnen in ihre Diözesen zurückgekehrt, um vor Ort zu evangelisieren, andere haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung auch im Ausland fortzusetzen, und wieder andere sind in der Seelsorge in den Pekinger Pfarreien tätig.
Insbesondere die Gemeindemitglieder der Pekinger Pfarrei St. Michael – die früher die Kapelle des Priesterseminars war und 2003 aufgrund der pastoralen Bedürfnisse der Region in eine Pfarrei umgewandelt wurde – betrachten die Seminaristen als ihre Kinder. Von Büchern bis hin zu Lebensmitteln, Obst und Gemüse: Ihre Gaben beschränken sich nicht auf die Zeit der großen Feste oder den Tag der Berufungen, denn sie sind davon überzeugt, dass das Seminar das Herz der Diözese ist und die Seminaristen die Zukunft der Kirche sind
Im Jahr 1980, kurz nach der Wiedereröffnung der Kirchen, nahm das Vorbereitungsseminar der Diözese Peking seine Tätigkeit in dem kleinen Hof der Pfarrei der Unbefleckten Empfängnis, der vom Jesuitenmissionar Matteo Ricci erbauten Kirche, wieder auf, nachdem es zwanzig Jahre lang geschlossen war. Es wurden sofort ein Dutzend junger Männer aufgenommen, die bereit waren, sich dem Herrn zu weihen. Im Jahr 1989 wurde das Priesterseminar wegen des Anstiegs der Berufungen in die Kathedrale von Peking, die St. Saviour’s Church, verlegt, und 1992 wurde es aus demselben Grund an einen weiteren Ort verlegt.
Im Jahr 2001 erfolgte schließlich der Bau und die Eröffnung des neuen und modernen, 476 Quadratmeter großen Komplexes. Neben den normalen Kursen für Priesteramtskandidaten bietet das Seminar auch zahlreiche Ausbildungskurse für Ordensschwestern und Laien sowie andere akademische Aktivitäten an, da sich das Seminar im sogenannten “Universitätsviertel” von Peking befindet. Das Pekinger Priesterseminar hat mehr als 320 Seminaristen ausgebildet, nicht mitgezählt diejenigen, die im laufenden Jahr ihren Abschluss machen werden, mit 187 Priesterweihen und drei Bischöfen. Zurzeit gibt es 70 Theologiestudenten, von denen 3 im Ausland studieren.