ASIEN/IRAK – Chaldäischer Patriarch fordert Gewährleistung der Quotenregelung in Provinzräten

Bagdad – Der chaldäische Patriarch Louis Raphael Sako fordert das irakische Parlament auf, die Quoten-Regelung der Sitze, die Christen und anderen ethnisch-religiösen Minderheiten vorbehalten sind, auch in Provinzräten gewährleistet sind. In einem Schreiben an den Präsidenten des Parlaments, den Sunniten Mohammed Halbusi, sowie an dessen Stellvertreter Hassan Lkaabi und Bashir Al-Haddad heißt es: “In den kommenden Tagen beabsichtigt das Repräsentantenhaus, ein Gesetz herauszugeben, das die gesetzlichen Bestimmungen für die Provinzwahlen ändert. In Übereinstimmung mit Artikel 49 der Verfassung garantiert das Gesetz auch Sitze, die für die christliche Komponente in den Provinzräten von sieben Gouvernoraten reserviert sind, aber aufgrund der rechtlichen Schwachstelle, die es allen Wählern erlaubt, für Quotensitze zu stimmen, werden Christen bei der Wahl ihrer rechtmäßigen Vertreter immer von den stärksten politischen Kräften vereinnahmt, wie dies auch bei den letzten Wahlen der Fall war”. Um das Recht der Christen bei der Wahl ihrer gesetzlichen Vertreter zu wahren, fordert der Patriarch deshalb die Anwendung Ad-hoc-Bestimmungen, die bereits vom Parlament vorgesehen und ratifiziert wurden.
Es ist nicht das erste Mal, dass der chaldäische Patriarch, Kardinal Louis Raphael Sako sich kritisch zu Fragen des politisch-institutionellen Systems äußert, um eine Neugeburt des Irak zu fördern, damit dieser aus der Spirale der Konflikte und des Sektierertums heraus findet, die die nationale Einheit gefährdet.

da: www.fides.org
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