ASIEN/IRAK – Jugendtag der chaldäischen Diözese Bagdad: “Ihr seid eine lebendige Kirche“

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Bagdad – “Ihr seid eine lebendige Kirche”. Diese Worte, die Papst Franziskus in Bagdad in der Predigt in der chaldäischen Kathedrale St. Joseph während seines Pastoralbesuchs im Irak aussprach, wurden als Motto des chaldäischen Jugendtreffens gewählt, das vom 18. bis 20. November in der irakischen Hauptstadt stattfindet.
Mindestens 400 Jungen und Mädchen aus Bagdad und den anderen chaldäischen Diözesen des Landes werden an der vom chaldäischen Patriarchat auf den Weg gebrachten Veranstaltung teilnehmen. Höhepunkt des Jugendfestival, das von liturgischen Terminen, Gebeten, Debatten und Beisammensein geprägt ist, wird eine Katechese unter der Leitung des chaldäischen Patriarchen Louis Raphael Sako zum Thema “Wir glauben an den Herrn Jesus Christus”. Schwerpunktthemen sind die Begegnung mit Christus und das kirchliche Engagement der jungen chaldäischen Generationen.
Im Vorfeld wurden über die Kommunikationskanäle des chaldäischen Patriarchats bereits einige Fragebögen zur die persönliche Beziehung jedes Einzelnen zu Christus selbst, die Wirksamkeit von Katechesekursen, die Vertrautheit mit der Heiligen Schrift, die wirksamsten Wege, anderen die christliche Hoffnung zu erklären und im täglichen Leben die universale Teilhabe am Priestertum Christi zu leben, an dem jeder Christ kraft der Taufe teilhat, veröffentlicht. Die in Bagdad versammelten jungen Männer und Frauen wurden auch gebeten, ihre Erwartungen an den synodalen Weg zu äußern, der in der katholischen Kirche im Hinblick auf die nächste Versammlung der Bischofssynode zu diesem Thema begonnen hat.
Unter den vielen irakischen Christen, die in den vergangenen Jahrzehnten ihr Land verlassen haben, befinden sich vor allem auch viele junge Menschen. Das vom chaldäischen Patriarchat einberufene Jugendtreffen will sich deshalb auch mit Phänomen befassen und sich fragen, welche Schätze bewahrt und welche Gnaden erbeten werden müssen, damit das Wunder des Glaubens an Christus im Leben der irakischen Jungen und Mädchen wieder aufblüht und gedeiht.
Die Worte und Gesten, die Papst Franziskus während seiner historischen Reise in den Irak verbreitete, sind weiterhin ein wertvoller Impuls für die Gegenwart und Zukunft der Christen im Irak. In den wenigen Tagen seiner kurzen und intensiven Pilgerreise inmitten der Sorgen und Erwartungen des irakischen Volkes hat der 85-jährige Nachfolger Petri mit seinen eigenen Augen die Not der Christen gesehen, aber auch die Hoffnungen auf eine Wiedergeburt des ganzen Volkes und der lokalen christlichen Gemeinschaft ermutigt. Von Bagdad bis Mosul, von Qaraqosh bis Erbil ist der Nachfolger Petri auf das Wunder einer Gemeinschaft lebendigen Glaubens gestoßen, eines bescheidenen und armen Gottesvolkes, das durch die Nöte der letzten Jahre zahlenmäßig noch kleiner geworden ist, das aber weiterhin aus der unerschöpflichen Quelle des Apostelglaubens schöpft. Wie der syrisch-katholische Priester Ammar Yako in seinem Zeugnis vor dem Papst in Qaraqosh sagte, waren selbst die Jahre, die er und seine Gemeindemitglieder als Flüchtlinge verbrachten und aus ihren Häusern vertrieben wurden, trotz allem keine “verfluchten Jahre, sondern vom Herrn gesegnet, der seine Herrlichkeit gezeigt hat”.