ASIEN/MALAYSIA – Bischof: “Mission hört auch in der Pandemie nicht auf”

 21 total views,  1 views today

Sandakan – “Wir sind Jünger und Brüder in Christus, auch wenn wir gesellschaftlich getrennt sind. Die Mission Christi hört nicht auf, wenn wir zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus getrennt sind”, so Bischof Julius Dusin Gitom von Sandakan in der Provinz Sabah im malaysischen Borneo in einem jüngst veröffentlichten Hirtenbrief. Bischof Gitom ist der erste Bischof der Diözese, die im vergangenen Oktober ihr 14-jähriges Bestehen feierte.
„Das Leben geht weiter, die Mission Christi geht weiter, die Bildung im Glauben und andere pastorale Programme müssen fortgesetzt werden”, so der Bischof. „Unter den derzeitigen Umständen können die pastoralen Programme nur dann wirksam sein, wenn wir lernen, uns anzupassen und einen neuen Ansatz zu wählen. Daher wird in der Diözese Sandakan jede Pfarrei ermutigt, wann immer es möglich ist, die Glaubensausbildung und andere pastorale Aktivitäten online fortzusetzen”.
Der Bischof stellt fest, dass sich die Pandemie auf das persönliche, gemeinschaftliche und pastorale Leben aller ausgewirkt hat und die Diözese daher einige Anpassungen in der pastoralen Arbeit vornehmen musste. “Leider kann nur ein kleiner Teil des Pastoralplans 2021-2022 umgesetzt werden“, bedauert er in diesem Zusammenhang, „da er durch Covid-19 eingeschränkt ist. Aber der Herr begleitet uns auch unter diesen außergewöhnlichen Umständen”.
“Zweifellos haben wir alle Not, Schmerzen, Kämpfe und Schwierigkeiten erlebt, aber am meisten betroffen waren die Armen, die Migrantengemeinschaften und die Ausgegrenzten. Außerdem haben einige von ihnen ihren Arbeitsplatz und ihre Einkommensquellen verloren”, so der Prälat weiter.
In der Krisensituation zeigten die Gläubigen und die gesamte Bevölkerung große Solidarität: “Ich freue mich zu sehen, dass wir in schwierigen Zeiten lernen, uns umeinander zu kümmern”, fügte der Bischof deshalb hinzu. Einige Pfarreien, so berichtet der Bischof, hätten in dieser Zeit sogar “Lebensmittelbanken” eingerichtet, bei denen sich die Bedürftigen ihren täglichen Proviant abholen können. „Die Gesundheitskrise hat das wirtschaftliche, soziale und spirituelle Leben einiger Menschen beeinträchtigt, aber das Leben muss weitergehen”, sagt er, “denn wir können nicht ewig von der Pandemie in Geiselhaft gehalten werden“.
Wegen der Pandemie schränkt der Bischof einige seiner pastoralen Besuche in den Pfarreien ein und widmete sich umso mehr dem Gebet widmen, aber “die Kirche muss weiterhin versuchen, mit ihrer pastoralen Arbeit auch den lokalen Gemeinschaften vor Ort nahe zu sein”, sagt er. Vor der Pandemie habe man viele Dinge als selbstverständlich angesehen, “vielleicht sehen wir auch unser Leben als selbstverständlich an und vergessen, dass das Leben nicht uns gehört, sondern ein Geschenk Gottes ist und an ihn zurückgegeben werden muss”, stellte der Bischof fest. Mit der Pandemie, so schließt er, “fordert Gott uns auf, uns um unser Leben zu kümmern, nicht nur um unser Leben hier auf der Erde, sondern vor allem um unser Leben nach dem Tod; Gott sagt uns, dass wir uns umeinander kümmern sollen”.