ASIEN/MYANAMR – Bischofssynode zur Synodalität: Für eine Kirche im Aufbruch im Zeichen der Mission

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Mandalay – Die katholische Kirche in Myanmar betrachte die Synode als „fruchtbare Gelegenheit, ihren Charakter als Kirche im Aufbruch, die wirklich missionarisch ist, neu zu überdenken“: Dies bekräftigen die katholischen Diözesen in Myanmar anlässlich einer feierlich die Eröffnungszeremonie des Weges der Bischofssynode zum Thema Synodalität, der am 11. Oktober 2021 beginnt und bis zum 31. Oktober 2023 dauern wird.
In Mandalay hob Erzbischof Marco Tin Win die „zutiefst missionarische Dimension“ dieses synodalen Prozesses hervor und verteilte im Anschluss an den Gottesdienst brennende Kerzen an die Teilnehmer, als Zeichen der “Aussendung auf eine Mission”. Dabei forderte er alle auf, “Missionare des Lichts Christi in Familien, Städten und in der Gesellschaft” zu sein.
Pfarrer Robert Kyaw Thu, ein burmesischer katholischer Priester der Erzdiözese Yangon, betont, dass “die Synode der beste Weg ist, um nach innen zu schauen, in unsere Realität einzudringen und die Tür für die Beteiligung und den Ausdruck aller Mitglieder der Kirche zu öffnen, um eine wirklich missionarische Gemeinschaft aufzubauen und zu entwickeln“.
Laiengläubige stellen in diesem Zusammenhang vor allem fest, dass “nach unserem Verständnis Mission und Evangelisierung in der katholischen Kirche in Myanmar bisher nicht gut entwickelt sind”. Paul Mung Jang bekräftigt, dass “die Kirche manchmal als bürokratisches Gebilde gesehen wird, weit weg von der Situation und dem Leben der Menschen in den vielen Dörfern”. Joseph Win Hlaing Oo begrüßt “die Bischofssynode zur Synodalität” und stellt fest, dass sie “für uns eine außerordentliche Gelegenheit ist, das Bild und das Leben der katholischen Kirche neu zu gestalten und das Zugehörigkeitsgefühl aller Getauften, die zur Mission berufen sind, zu stärken”. Ein anderer Katholik, Joseph Myat Soe Latt, bemerkte, dass “in Myanmar, obwohl die Laien von der Mission begeistert sind, der Klerus und die Verantwortlichen sich oft damit begnügen, Gottesdienste zu feiern und eine konservatives Verständnis von Pastoral: Es besteht ein echtes Bedürfnis, gemeinsam zu gehen, auf die Straßen der Welt zu gehen, um die Frohe Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden”. Eine Synode zu feiern und zu leben, sei damit eine Gelegenheit, die Beteiligung der Laien am Leben der Kirche zu stärken und alle Getauften in die Evangelisierung einzubeziehen, so die Vertreter der birmanische Kirche.
In Myanmar gibt es etwa 700.000 Katholiken in 16 Diözesen, die von etwa 1.000 Priestern und über 2.000 Ordensleuten betreut werden. Es gibt viele Berufungen zum Priestertum und zum gottgeweihten Leben. Die Kirche engagiert sich vor allem für die Armen des Landes.
Myanmar ist ein überwiegend buddhistisches Land mit einer geschätzten Bevölkerung von 55 Millionen Menschen und 135 verschiedenen ethnischen Gruppen. 88 % der Bevölkerung sind Buddhisten, mehr als 6 % Christen und etwa 4,2 % Muslime sowie hinduistische und animistische Minderheiten.