ASIEN/PAKISTAN – Abriss ohne Entschädigung: Öffentliche Arbeiten betreffen machen viele Familien obdachlos

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Karatschi – “Mehr als 12.000 Familien haben ihre Häuser verloren, 96.000 Menschen sind obdachlos und mehr als 30.000 Kinder haben die Schulen verlassen, weil die Behörden entlang der Kanäle von Gujjar und Orangi, die wichtigsten Entwässerungskanäle der Stadt, Häuser und Wohnungen demolieren ließ“, beklagt der Leiter der Caritasstelle der Erzdiözese Karatschi, Mansha Noor, „Wir sind bedauern dies und sind besorgt um alle Familien, die in dieser schwierigen Zeit der Pandemie ihr Zuhause verloren haben. Die Regierung sollte sich um die Umsiedlung dieser Menschen kümmern”. Der Geschäftsführer kündigt einen Plan zur Unterstützung vertriebener Familien an, nachdem die Stadtverwaltung Häuser abreissen ließ, um die Kanäle von Gujjar und Orangi, die bisher zur Ableitung von Regenwasser dienten, zu verbreitern und in größere und funktionellere Abwasserkanäle umzuwandeln. Außerdem wurde eine Straße gebaut. “Wenn die Regierung einen Entwicklungsplan hat, muss sie den betroffenen Bürgern eine alternative Wohnmöglichkeit bieten”, so Noor.
Dank der Hilfe von Caritas Italien, Caritas Japan, Caritas Pakistan und Missio Österreich konnten in der ersten Phase des Projekts 722 christliche Familien und 100 muslimische Familien mit humanitärer Hilfe verschiedener Art erhalten, einschließlich der Unterstützung bei der Anmietung neuer Wohnungen.
Der Plan der Zivilregierung sieht den Abriss von insgesamt 1.200 Häusern sowie von christlichen Moscheen und Kapellen in den betroffenen Gebieten entlang der Kanäle vor. Betroffene Familien beklagen nun, dass der Plan keine Entschädigung oder Umsiedlung vorsieht, für Menschen “die seit Jahrzehnten dort leben, Häuser gekauft oder gemietet haben und nun verzweifelt sind, weil der Oberste Gerichtshof Pakistans ihre Miet- oder Eigentumsdokumente für ungültig erklärt hat und sie als illegale Bewohner bezeichnet”. Deshalb hat sich die örtliche Kirche in Karatschi dieser Familien angenommen und hilft ihnen, ihre Häuser in einem anderen Gebiet wieder aufzubauen, und unterstützt die Ausbildung der Kinder.
Nach den schweren Regenfällen in Karatschi im Sommer 2020 plante die Provinzregierung im Februar 2021 öffentliche Arbeiten, um die Abwasserkanäle zu verbessern und Überschwemmungen zu verhindern. Nach einer ersten Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Sindh bestätigte auch der Oberste Gerichtshof die Notwendigkeit und Rechtmäßigkeit der öffentlichen Arbeiten und Abrisse.