Benutzer:Ditschie-wiki/Vincent Rumpff (Politiker, 1701)


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* Nicolaus Rumpff (* 9. Februar 1700; † 1736), [[Lizenziat]].
 
* Nicolaus Rumpff (* 9. Februar 1700; † 1736), [[Lizenziat]].
  
Vincent Rumpff war seit dem 17. Februar 1733 mit Anna Margaretha (* 5. Januar 1715; † 22. September 1781), Tochter des Senator Michael Wilckens (1658–1722), Grosshändler und Bankier, verheiratet. Gemeinsam hatten sie sechs Töchter und drei Söhne, von diesen sind namentlich bekannt:
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Vincent Rumpff war seit dem 17. Februar 1733 mit Anna Margaretha (* 5. Januar 1715; † 22. September 1781), Tochter des Senator Michael Wilckens (1658–1722), Großhändler und Bankier, verheiratet. Gemeinsam hatten sie sechs Töchter und drei Söhne, von diesen sind namentlich bekannt:
  
 
* Agneta Rumpff, verstarb im Alter von dreizehn Jahren;
 
* Agneta Rumpff, verstarb im Alter von dreizehn Jahren;
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=== Werdegang ===
 
=== Werdegang ===
Er wurde durch den ehemaligen Rektor des Gymnasiums von Stade, [[Michael Richey (Gelehrter)|Michael Richey]], unterrichtet, besuchte ab 1718 auf dessen Empfehlung das [[Gelehrtenschule des Johanneums|Johanneum]] unter Rektor [[Johann Hübner]] in Hamburg. Er beendete die Schule mit einer Dissertation mit dem Thema ”von dem nach Aussehen und Herkunft nicht verschiedenen Menschen unseres Erdkreises”, das er gegenüber dem vorherigen Rektor [[Johann Albert Fabricius]] verteidigte; zu dieser wissenschaftlichen Erörterung fand sich auch der Hauptpastor der [[Hauptkirche Sankt Katharinen (Hamburg)|Katharinenkirche]] [[Johann Christoph Wolf]] ein. Um sich über Rechtssprechung zu unterrichten, wandte er sich an [[Johann Julius Anckelmann]], einen besonders erfahrenen Gelehrten.
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Er wurde durch den ehemaligen Rektor des Gymnasiums von Stade, [[Michael Richey (Gelehrter)|Michael Richey]], unterrichtet, besuchte ab 1718 auf dessen Empfehlung das [[Gelehrtenschule des Johanneums|Johanneum]] unter Rektor [[Johann Hübner]] in Hamburg. Er beendete die Schule mit einer Dissertation mit dem Thema ”von dem nach Aussehen und Herkunft nicht verschiedenen Menschen unseres Erdkreises”, das er gegenüber dem vorherigen Rektor [[Johann Albert Fabricius]] verteidigte; zu dieser wissenschaftlichen Erörterung fand sich auch der Hauptpastor der [[Hauptkirche Sankt Katharinen (Hamburg)|Katharinenkirche]] [[Johann Christoph Wolf]] ein. Um sich über Rechtsprechung zu unterrichten, wandte er sich an [[Johann Julius Anckelmann]], einen besonders erfahrenen Gelehrten.
  
Er studierte von 1722 bis 1725 [[Rechtswissenschaft|Rechtswissenschaften]] an der [[Reichsuniversität Groningen|Universität Gröningen]] und an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]]; dort hörte er Vorlesungen zum römischen, deutschen Zivil- und Kriminalrecht und zum öffentlichen Recht bei [[Justus Henning Böhmer]], [[Christian Thomasius]] und [[Nicolaus Hieronymus Gundling]]. Am 29. November 1725 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] in Gröningen mit einer [[Dissertation]] über das Verbrechen des Raubes im [[Naturrecht]] der Völker, im [[Bürgerrecht]], im [[Kanonisches Recht|kanonischen Recht]] und anderen insbesondere den hamburgischen Strafbestimmungen, zum Dr. jur. beider Rechte und bereiste anschließend mehrere Jahre Deutschland, Frankreich und Österreich, dort hielt er sich längere Zeit am Hof des Kaisers in Wien auf.
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Er studierte von 1722 bis 1725 [[Rechtswissenschaft|Rechtswissenschaften]] an der [[Reichsuniversität Groningen|Universität Groningen]] und an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]]; dort hörte er Vorlesungen zum römischen, deutschen Zivil- und Kriminalrecht und zum öffentlichen Recht bei [[Justus Henning Böhmer]], [[Christian Thomasius]] und [[Nicolaus Hieronymus Gundling]]. Am 29. November 1725 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] in Groningen mit einer [[Dissertation]] über das Verbrechen des Raubes im [[Naturrecht]] der Völker, im [[Bürgerrecht]], im [[Kanonisches Recht|kanonischen Recht]] und anderen insbesondere den hamburgischen Strafbestimmungen, zum Dr. jur. beider Rechte und bereiste anschließend mehrere Jahre Deutschland, Frankreich und Österreich, dort hielt er sich längere Zeit am Hof des Kaisers in Wien auf.
  
 
Nach seiner Rückkehr nach Hamburg wurde er am 18. Januar 1732 zum [[Senat|Senator]] gewählt. Er gehörte am Längsten dem Ausschuss an, der für die Lenkung der Elbe, seine Staudämme und Uferböschungen bei der Stadt und an der Mündung zu sorgen hatte, dazu war er Prüfer des [[Geschichte Bergedorfs|Amtes Bergedorf]].
 
Nach seiner Rückkehr nach Hamburg wurde er am 18. Januar 1732 zum [[Senat|Senator]] gewählt. Er gehörte am Längsten dem Ausschuss an, der für die Lenkung der Elbe, seine Staudämme und Uferböschungen bei der Stadt und an der Mündung zu sorgen hatte, dazu war er Prüfer des [[Geschichte Bergedorfs|Amtes Bergedorf]].
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1745 übernahm Vincent Rumpff, gemeinsam mit dem Syndikus [[Johann Julius Surland (Jurist, 1687)|Johann Julius Surland]] (1724–1758), eine Mission nach Wien an den kaiserlichen Hof als Repräsentanten Hamburgs zur Thronbesteigung [[Franz I. Stephan (HRR)|Franz I.]] Zur Abreise erhielten sie vom [[Kaiser]] goldene Ehrenketten, die mit Diamanten besetzt waren, zum Geschenk.
 
1745 übernahm Vincent Rumpff, gemeinsam mit dem Syndikus [[Johann Julius Surland (Jurist, 1687)|Johann Julius Surland]] (1724–1758), eine Mission nach Wien an den kaiserlichen Hof als Repräsentanten Hamburgs zur Thronbesteigung [[Franz I. Stephan (HRR)|Franz I.]] Zur Abreise erhielten sie vom [[Kaiser]] goldene Ehrenketten, die mit Diamanten besetzt waren, zum Geschenk.
  
Er verwaltete mehrere Jahre die [[Landherrenschaft Hamburger Berg]] und ordnete deren Verhältnisse und sorgte für einzelne Bewohner. Er erreichte 1754, dass Fremde, die sich dort niederliessen, bestimmten Gesetzen unterworfen wurden und einen Eid auf die Verfassung der Stadt leisten mussten. Ein Jahr lang hatte er auch die Statthalterschaft über die [[Walddörfer]] und liess in dieser Zeit viele Haine und Wälder anpflanzen. Frühzeitig erhielt er auch als [[Scholarch]] die Sorge für das Johanneum bertragen.
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Er verwaltete mehrere Jahre die [[Landherrenschaft Hamburger Berg]] und ordnete deren Verhältnisse und sorgte für einzelne Bewohner. Er erreichte 1754, dass Fremde, die sich dort niederließen, bestimmten Gesetzen unterworfen wurden und einen Eid auf die Verfassung der Stadt leisten mussten. Ein Jahr lang hatte er auch die Statthalterschaft über die [[Walddörfer]] und ließ in dieser Zeit viele Haine und Wälder anpflanzen. Frühzeitig erhielt er auch als [[Scholarch]] die Sorge für das Johanneum übertragen.
  
 
Als 1756 der [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährige Krieg]] ausbrach, wurde Vincent Rumpff Mitglied einer geheimen Kommission, die von den Senats- und Bürgerschaftsdputierten gebildet wurde. Die Kommission erhielt die Vollmacht, die durch den Krieg erforderliche Politik und die hierbei erforderlichen Maßnahmen zu beschließen.
 
Als 1756 der [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährige Krieg]] ausbrach, wurde Vincent Rumpff Mitglied einer geheimen Kommission, die von den Senats- und Bürgerschaftsdputierten gebildet wurde. Die Kommission erhielt die Vollmacht, die durch den Krieg erforderliche Politik und die hierbei erforderlichen Maßnahmen zu beschließen.
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Nach dem Tod von Senator Georg Jencquel (1678–1758) wurde er ältester Senator und, als Vorsitzender der Versammlung der Scholarchen, Protoscholarch; vorher hatte er bereits eine Gehaltserhöhung von 1.000 auf 1.500 Mark für die Professoren des Gymnasiums am 6. März 1754 erreicht.
 
Nach dem Tod von Senator Georg Jencquel (1678–1758) wurde er ältester Senator und, als Vorsitzender der Versammlung der Scholarchen, Protoscholarch; vorher hatte er bereits eine Gehaltserhöhung von 1.000 auf 1.500 Mark für die Professoren des Gymnasiums am 6. März 1754 erreicht.
  
Seit 1750 war er bereits viermal im Los zur Bürgermeisterwahl gewesen, bis er am 17. Januar 1765 als Nachfolger des verstorbenen [[Lucas Corthum]] zum Bürgermeister gewählt wurde. Während seiner Regierungszeit als Bürgermeister einer der grössten Städte Deutschlands fiel 1769 die dänische Anerkennung der [[Reichsunmittelbarkeit]] und die Unabhängigkeit vom dänischen [[Herzogtum Holstein]].
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Seit 1750 war er bereits viermal im Los zur Bürgermeisterwahl gewesen, bis er am 17. Januar 1765 als Nachfolger des verstorbenen [[Lucas Corthum]] zum Bürgermeister gewählt wurde. Während seiner Regierungszeit als Bürgermeister einer der größten Städte Deutschlands fiel 1769 die dänische Anerkennung der [[Reichsunmittelbarkeit]] und die Unabhängigkeit vom dänischen [[Herzogtum Holstein]].
  
 
== Ehrungen ==
 
== Ehrungen ==