Benutzerin:Emmy Sophie/Kanada


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Britisches und amerikanisches Englisch geben unterschiedliche Normen für die Rechtschreibung vor, so schreibt man im britischen Englisch ”plough”, ”colour” und ”centre”, während das amerikanische Englisch zu eher vereinfachten Formen wie ”plow”, ”color” und ”center” neigt. Das kanadische Englisch befolgt jedoch keine dieser Normen konsequent.<ref>Birgit Meseck: ”Kanadisches Englisch”. In: Rüdiger Ahrens, Wolf-Dietrich Bald, Werner Hüllen: ”Handbuch Englisch als Fremdsprache”. Erich Schmidt, Berlin 1995, ISBN 3503-03067-0, S. 38.</ref> Sogar in verschiedenen Medien, Styleguides und Wörterbüchern findet man unterschiedliche Vorgaben. Man kann also im Folgenden nur Tendenzen beschreiben und dabei berücksichtigen, dass es im Einzelfall oder durch neuere Entwicklungen anders aussehen kann.
 
Britisches und amerikanisches Englisch geben unterschiedliche Normen für die Rechtschreibung vor, so schreibt man im britischen Englisch ”plough”, ”colour” und ”centre”, während das amerikanische Englisch zu eher vereinfachten Formen wie ”plow”, ”color” und ”center” neigt. Das kanadische Englisch befolgt jedoch keine dieser Normen konsequent.<ref>Birgit Meseck: ”Kanadisches Englisch”. In: Rüdiger Ahrens, Wolf-Dietrich Bald, Werner Hüllen: ”Handbuch Englisch als Fremdsprache”. Erich Schmidt, Berlin 1995, ISBN 3503-03067-0, S. 38.</ref> Sogar in verschiedenen Medien, Styleguides und Wörterbüchern findet man unterschiedliche Vorgaben. Man kann also im Folgenden nur Tendenzen beschreiben und dabei berücksichtigen, dass es im Einzelfall oder durch neuere Entwicklungen anders aussehen kann.
  
Folgt man einer Übersicht von Charles Boberg aus dem Jahr 2019, neigen Kanadier in einigen Fällen eher, dem britischen Englisch zu folgen. Aus dem Französischen entlehnte Wörter, die im amerikanischen Englisch auf ”-or” (z.&nbsp;B. ”color”, ”labor”, ”vigor”) or -”re” (”center”, ”theater”) enden, behalten im kanadischen Englisch die britische Schreibweise bei: ”colour”, ”labour”, ”vigour”, ”centre”, ”theatre”. Ferner verwenden Briten die Schreibung -”ce” in Wörtern wie ”defence” oder ”offence”; im Amerikanischen findet man dagegen -”se” wie in ”defense” und ”offense”. Hier ist die kanadische Schreibung nicht eindeutig, man findet sowohl ”defence/offence” als auch ”defense/offense”. Die britische Schreibweise wird außerdem bei den Wörtern ”catalogue, cheque, grey” befolgt; bei ”curb, program” und ”tire” hat sich hingegen die amerikanische Schreibung durchgesetzt.<ref name=”:1″>{{Internetquelle |url=https://www.thecanadianencyclopedia.ca/en/article/canadian-english |titel=Canadian English {{!}} The Canadian Encyclopedia |autor= Charles Boberg |abruf=2019-06-05}}</ref>
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Folgt man einer Übersicht von Charles Boberg aus dem Jahr 2019, neigen Kanadier in einigen Fällen eher, dem britischen Englisch zu folgen. Aus dem Französischen entlehnte Wörter, die im amerikanischen Englisch auf ”-or” (z.&nbsp;B. ”color”, ”labor”, ”vigor”) or -”re” (”center”, ”theater”) enden, behalten im kanadischen Englisch die britische Schreibweise bei: ”colour”, ”labour”, ”vigour”, ”centre”, ”theatre”. Ferner verwenden Briten die Schreibung -”ce” in Wörtern wie ”defence” oder ”offence”; im Amerikanischen findet man dagegen -”se” wie in ”defense” und ”offense”. Hier ist die kanadische Schreibung nicht eindeutig, man findet sowohl ”defence/offence” als auch ”defense/offense”. Die britische Schreibweise wird außerdem von Kanadieren bei den Wörtern ”catalogue, cheque, grey” befolgt; bei ”curb, program” und ”tire” hat sich hingegen die amerikanische Schreibung in Kanada durchgesetzt.<ref name=”:1″>{{Internetquelle |url=https://www.thecanadianencyclopedia.ca/en/article/canadian-english |titel=Canadian English {{!}} The Canadian Encyclopedia |autor= Charles Boberg |abruf=2019-06-05}}</ref>
  
 
Auch beim Anhängen einer [[Flexion]] wie -”ed” an einen vorausgehenden Konsonanten wie in ”cancel”, ”equal” oder ”signal” gibt es Unterschiede zwischen der amerikanischen und der britischen Rechtschreibung: Die Konsonanten werden in Wörtern wie ”cancelled”, ”equalled” und ”signalled” immer gedoppelt. Den US-amerikanischen Regeln nach findet eine solche Verdopplung häufig nicht statt. Deshalb wird im amerikanischen Englisch nur ein Buchstabe <l> in ”canceled”, ”equaled” und ”signaled” geschrieben. Nach einer Untersuchung von Robert J. Ireland neigt das kanadische Englisch hier auch dazu, eher dem britischen Muster zu folgen.<ref name=”:0″>T.K. Pratt: ”The Hobgoblin of Canadian English Spelling”. In: Sandra Clarke (Hrsg.): ”Focus on Canada”. Varieties of English Around the World General Series 11. John Benjamins, Amsterdam/Philadelphia 1993, ISBN 90-272-4869-9, S. 46-49.</ref>
 
Auch beim Anhängen einer [[Flexion]] wie -”ed” an einen vorausgehenden Konsonanten wie in ”cancel”, ”equal” oder ”signal” gibt es Unterschiede zwischen der amerikanischen und der britischen Rechtschreibung: Die Konsonanten werden in Wörtern wie ”cancelled”, ”equalled” und ”signalled” immer gedoppelt. Den US-amerikanischen Regeln nach findet eine solche Verdopplung häufig nicht statt. Deshalb wird im amerikanischen Englisch nur ein Buchstabe <l> in ”canceled”, ”equaled” und ”signaled” geschrieben. Nach einer Untersuchung von Robert J. Ireland neigt das kanadische Englisch hier auch dazu, eher dem britischen Muster zu folgen.<ref name=”:0″>T.K. Pratt: ”The Hobgoblin of Canadian English Spelling”. In: Sandra Clarke (Hrsg.): ”Focus on Canada”. Varieties of English Around the World General Series 11. John Benjamins, Amsterdam/Philadelphia 1993, ISBN 90-272-4869-9, S. 46-49.</ref>