Benutzer:Zamites/Artikelentwurf

Leben und Werk


← Nächstältere VersionVersion vom 21. Mai 2019, 10:07 Uhr
Zeile 16:Zeile 16:
  
 
== Leben und Werk ==
 
== Leben und Werk ==
Roemer wurde in [[Paramaribo]], der Hauptstadt Surinams, geboren. Sie besuchte Kweekschool, eine Lehrhochschule. Dort trat sie 1965 als Dichterin in Erscheinung. <ref><ref name=”de Volkskrant”>[https://www.volkskrant.nl/cultuur-media/p-c-hooftprijs-toegekend-aan-schrijfster-astrid-roemer~b623e566/][[De Volkskrant]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> Im folgenden Jahr reiste sie in die Niederlande und lebte bis in die 1970er Jahre abwechselnd in Surinam und den Niederlanden. Einzige Zeit wohnte sie in Den Haag. <ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536][[NRC Handelsblad]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref>1970 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Zamani ihren ersten Gedichtband, ”Sasa mijn actuele zijn”. Ihr erster Roman, ”Neem mij terug Suriname” (Nimm mich zurück Surinam, 1974), war in Surinam ein großer Erfolg,<ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536][[NRC Handelsblad]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> und wurde als ”Nergens ergens” (“Nirgends, Irgends”, 1983) überarbeitet neu herausgegeben. <ref>[https://books.google.ca/books?id=DKDyxjdELaEC&pg=PA195#v=onepage&q&f=false]Bel, Jacqueline; Vaessens, Thomas (2010), in englischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref>1975 zug sie endgültig in die Niederlande, nachdem sie ihre Lehrerinstelle verloren hatte. Sie weigerte sich, Sintaklaas zu feiern, bei dem der dunkelhäutige [[Zwarte Piet]] eine Rolle spielt.<ref>[<ref name=”de Volkskrant”></ref>
+
Roemer wurde in [[Paramaribo]], der Hauptstadt Surinams, geboren. Sie besuchte Kweekschool, eine Lehrhochschule. Dort trat sie 1965 als Dichterin in Erscheinung. <ref>[https://www.volkskrant.nl/cultuur-media/p-c-hooftprijs-toegekend-aan-schrijfster-astrid-roemer~b623e566/][[De Volkskrant]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> Im folgenden Jahr reiste sie in die Niederlande und lebte bis in die 1970er Jahre abwechselnd in Surinam und den Niederlanden. Einzige Zeit wohnte sie in Den Haag. <ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536][[NRC Handelsblad]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref>1970 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Zamani ihren ersten Gedichtband, ”Sasa mijn actuele zijn”. Ihr erster Roman, ”Neem mij terug Suriname” (Nimm mich zurück Surinam, 1974), war in Surinam ein großer Erfolg,<ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536][[NRC Handelsblad]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> und wurde als ”Nergens ergens” (“Nirgends, Irgends”, 1983) überarbeitet neu herausgegeben. <ref>[https://books.google.ca/books?id=DKDyxjdELaEC&pg=PA195#v=onepage&q&f=false]Bel, Jacqueline; Vaessens, Thomas (2010), in englischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref>1975 zug sie endgültig in die Niederlande, nachdem sie ihre Lehrerinstelle verloren hatte. Sie weigerte sich, Sintaklaas zu feiern, bei dem der dunkelhäutige [[Zwarte Piet]] eine Rolle spielt.<ref name=”de Volkskrant” /ref>
  
 
Ab den 1970ern veröffentlichte sie zahlreiche Romane, Dramen und Gedichte; in den Niederlanden hatte sie ihren Durchburch mit dem stückhaften Roman ”Over de gekte van een vrouw” („Vom Wahnsinn einer Frau“),<ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536][[NRC Handelsblad]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> ein Werk, in dem es um Identität und Unterdrückung von Frauen geht. Der Roman begründete ihren Ruf als feministische Autorin und Vorbild für lesbische Frauen.<ref>[https://www.volkskrant.nl/cultuur-media/p-c-hooftprijs-toegekend-aan-schrijfster-astrid-roemer~b623e566/][[De Volkskrant]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> 1989 saß sie für einige Zeit für die [[GroenLinks|GroenLinks Partei]] im Stadtrat von Den Haag, gab ihren Sitz nach internen Parteistreitigkeiten aber bald wieder auf.<ref>[https://repeatingislands.com/2016/05/27/author-astrid-h-roemer-receives-2016-p-c-hooft-prize/]Peter Jordans in Repeating Islands, in englischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> Zwischen 1996 und 1998 veröffentlichte sie ihre nun bekanntesten Werke, eine Trilogie (teilweise nur noch gebraucht erhältlich): ”Gewaagd leven” (1996), ”Lijken op liefde” (1997) und ”Was getekend” (1998).<ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536][[NRC Handelsblad]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref>Die Romane wurden als ”Roemers drieling” („Roemer’s Drillinge“ 2001) veröffentlicht. Die Deutsche Übersetzung von ”Lijken op liefde” („Könnte Liebe sein“) erhielt den [[LiBeraturpreis|LiBeratur]] Preis.
 
Ab den 1970ern veröffentlichte sie zahlreiche Romane, Dramen und Gedichte; in den Niederlanden hatte sie ihren Durchburch mit dem stückhaften Roman ”Over de gekte van een vrouw” („Vom Wahnsinn einer Frau“),<ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536][[NRC Handelsblad]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> ein Werk, in dem es um Identität und Unterdrückung von Frauen geht. Der Roman begründete ihren Ruf als feministische Autorin und Vorbild für lesbische Frauen.<ref>[https://www.volkskrant.nl/cultuur-media/p-c-hooftprijs-toegekend-aan-schrijfster-astrid-roemer~b623e566/][[De Volkskrant]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> 1989 saß sie für einige Zeit für die [[GroenLinks|GroenLinks Partei]] im Stadtrat von Den Haag, gab ihren Sitz nach internen Parteistreitigkeiten aber bald wieder auf.<ref>[https://repeatingislands.com/2016/05/27/author-astrid-h-roemer-receives-2016-p-c-hooft-prize/]Peter Jordans in Repeating Islands, in englischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> Zwischen 1996 und 1998 veröffentlichte sie ihre nun bekanntesten Werke, eine Trilogie (teilweise nur noch gebraucht erhältlich): ”Gewaagd leven” (1996), ”Lijken op liefde” (1997) und ”Was getekend” (1998).<ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536][[NRC Handelsblad]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref>Die Romane wurden als ”Roemers drieling” („Roemer’s Drillinge“ 2001) veröffentlicht. Die Deutsche Übersetzung von ”Lijken op liefde” („Könnte Liebe sein“) erhielt den [[LiBeraturpreis|LiBeratur]] Preis.
Zeile 23:Zeile 23:
  
 
Roemer erhielt 2016 überraschend den P. C. Hooft Prijs <ref>[<ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536] P.C. Hooft Prijs, in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref>]. Sie war die erste Person aus der Karibik, der/die den Preis gewonnen hat.<ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536][[NRC Handelsblad]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> In der Begründung der Jury hieß es, Roemers Romane seien eine literarische Heraufbeschwörung der Geschichte Surinams, eine Geschichte, von der in den Niederlanden nur die Sklaverei und die Dezembermorde bekannt sind, die jedoch „untrennbar mit der Geschichte unseres Landes verbunden ist … und dadurch, mittels Roemers einmaligem Werk, mit unserer Literatur“. Die PreisrichterInnen fügten hinzu: „politisches Engagement und literarisches Experimentieren gehen bei Roemer Hand in Hand“.
 
Roemer erhielt 2016 überraschend den P. C. Hooft Prijs <ref>[<ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536] P.C. Hooft Prijs, in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref>]. Sie war die erste Person aus der Karibik, der/die den Preis gewonnen hat.<ref>[https://www.nrc.nl/nieuws/2015/12/15/p-c-hooftprijs-2016-naar-astrid-h-roemer-a1466536][[NRC Handelsblad]], in niederländischer Sprache; abgerufen am 21. Mai 2019</ref> In der Begründung der Jury hieß es, Roemers Romane seien eine literarische Heraufbeschwörung der Geschichte Surinams, eine Geschichte, von der in den Niederlanden nur die Sklaverei und die Dezembermorde bekannt sind, die jedoch „untrennbar mit der Geschichte unseres Landes verbunden ist … und dadurch, mittels Roemers einmaligem Werk, mit unserer Literatur“. Die PreisrichterInnen fügten hinzu: „politisches Engagement und literarisches Experimentieren gehen bei Roemer Hand in Hand“.
 +
  
 
== Werke ==
 
== Werke ==