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Continental O-200

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Eine modifizierte Version des O-200 mit der Bezeichnung IOL-200 wurde 1986 als Heckmotor bei der Weltumrundung der [[Rutan Voyager]] eingesetzt. Im Gegensatz zum Frontmotor, einem modifizierten [[Continental O-240]], lief der IOL-200, abgesehen von einem fünfminütigen Stopp aufgrund von Treibstoffproblemen, während der neuntägigen Reise durchgehend.
 
Eine modifizierte Version des O-200 mit der Bezeichnung IOL-200 wurde 1986 als Heckmotor bei der Weltumrundung der [[Rutan Voyager]] eingesetzt. Im Gegensatz zum Frontmotor, einem modifizierten [[Continental O-240]], lief der IOL-200, abgesehen von einem fünfminütigen Stopp aufgrund von Treibstoffproblemen, während der neuntägigen Reise durchgehend.
  
Das von Jon Sharp konstruierte und geflogene Formel-Eins-Rennflugzeug [[Sharp Nemesis]] wurde von einem unmodifizierten O-200 angetrieben. Zwischen 1991 und 1999 gewann das Flugzeug 45 von 48 Rennen. Des Weiteren gewann es drei [[Louis Blériot Medallie]]n sowie vier [[Pulitzer Trophy|Pulitzer Trophies]] und stellte sechzehn Geschwindigkeitsrekorde in seiner Klasse auf. Bei einem dieser Rekorde wurde eine Geschwindigkeit von über 467&nbsp;km/h gemessen<ref name=”NASM Nemesis”>{{Internetquelle | url=https://airandspace.si.edu/stories/editorial/king-and-queen-speeds-life-fast-lane | titel=The King and Queen of Speed’s Life in the Fast Lane | autor=Hillary Brady | hrsg=Smithsonian National Air and Space Museum | datum=2018-04-25 | zugriff=2018-04-30 | sprache=en }}</ref>.
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Das von Jon Sharp konstruierte und geflogene Formel-Eins-Rennflugzeug [[Sharp Nemesis]] wurde von einem unmodifizierten O-200 angetrieben. Zwischen 1991 und 1999 gewann das Flugzeug 45 von 48 Rennen. Des Weiteren gewann es drei [[Louis Blériot Medaille]]n sowie vier [[Pulitzer Trophy|Pulitzer Trophies]] und stellte sechzehn Geschwindigkeitsrekorde in seiner Klasse auf. Bei einem dieser Rekorde wurde eine Geschwindigkeit von über 467&nbsp;km/h gemessen<ref name=”NASM Nemesis”>{{Internetquelle | url=https://airandspace.si.edu/stories/editorial/king-and-queen-speeds-life-fast-lane | titel=The King and Queen of Speed’s Life in the Fast Lane | autor=Hillary Brady | hrsg=Smithsonian National Air and Space Museum | datum=2018-04-25 | zugriff=2018-04-30 | sprache=en }}</ref>.
  
 
== Technische Daten (O-200-A) ==
 
== Technische Daten (O-200-A) ==

Monarchistische Partisanen Österreichs

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Die Monarchistischen Partisanen unter ihren Anführer Heinrich oder Heinz Fink traten das erste Mal in Erscheinung als sie oder ihnen nahe stehende Personen am Morgen des 6. September 1947 einen Sprengstoffanschlag auf des Parteilokal der [[Kommunistische Partei Österreichs]] (KPÖ) in [[Gratkorn]] verübten, bei denen das Gebäude beschädigt wurde und man am Tatort monarchistische Flugblätter auffand.<ref name=”Mirsch258″ /> Am Morgen des 22. Oktobers 1947 wurde von den Partisanen vor den [[Bundesgendarmerie|Gendarmerieposten]], den Pfarramt sowie dem Gasthaus Zottler in [[Geistthal]] Flugblätter verteilt. Eine weitere Flugblattverteilung in Geistthal erfolgte in der Nacht zum 2. November und in der Nacht zum 15. November wurden insgesamt zehn Gebäude des Ortes mit der Parole ”Es lebe die Monarchi, Hoch die Monarchi, Es lebe Kaiser [[Otto von Habsburg|Otto]], Weg mit den Barteien, Fink<!– orignal Rechtschreibung der Parole, bitte nicht ändern –>” bemalt. Eine weiter Flugblattaktion erfolgte in der Nacht auf den 24. November in [[Kainach bei Voitsberg]]. Die von Fink, der sich selber Berghofbauer nannte, sowie einem Stabschef Holder gezeichneten Flugzettel warben für die monarchistische Partei und drohten Gewalt gegen die Kommunistische Partei Österreichs an. Die Flugblattaktion wurde in Kainach in der Nacht zum 6. Dezember wiederholt und in der darauf folgenden Nacht wurden auch Flugblätter in [[Maria Lankowitz]]. In Gratkorn wurde am 13. Dezember von Unbekannten eine Bombe vor der Haustür von Elisabeth Bock platziert, Bocks Ziehsohn Raimund Zach war von Jänner 1946 bis Juli 1947 Obmann der KPÖ in [[Peggau]] war.<ref name=”Mirsch258″ /> In der Nacht zum 14. Dezember kam es erneut zu einer Flugblattaktion, diesmal in [[Bärnbach]]. Das Schulhaus von [[Södingberg]] wurde in der Nacht zum 23. Dezember mit der Parole ”Fink zerschlägt die Parteien kommt zur Monarchi folgt uns<!– orignal Rechtschreibung der Aufschrift, bitte nicht ändern –>” beschmiert. In der Nacht zum 29. Dezember wurde ein [[Köflach]]er Wohnhaus mit der Aufschrift ”König Otto 13. 13. 38 Fink<!– orignal Rechtschreibung der Aufschrift, bitte nicht ändern –>” versehen, wobei die Zahlenfolge die Häftlingsnummer von Fink war.<ref name=”Topographie198″ />
 
Die Monarchistischen Partisanen unter ihren Anführer Heinrich oder Heinz Fink traten das erste Mal in Erscheinung als sie oder ihnen nahe stehende Personen am Morgen des 6. September 1947 einen Sprengstoffanschlag auf des Parteilokal der [[Kommunistische Partei Österreichs]] (KPÖ) in [[Gratkorn]] verübten, bei denen das Gebäude beschädigt wurde und man am Tatort monarchistische Flugblätter auffand.<ref name=”Mirsch258″ /> Am Morgen des 22. Oktobers 1947 wurde von den Partisanen vor den [[Bundesgendarmerie|Gendarmerieposten]], den Pfarramt sowie dem Gasthaus Zottler in [[Geistthal]] Flugblätter verteilt. Eine weitere Flugblattverteilung in Geistthal erfolgte in der Nacht zum 2. November und in der Nacht zum 15. November wurden insgesamt zehn Gebäude des Ortes mit der Parole ”Es lebe die Monarchi, Hoch die Monarchi, Es lebe Kaiser [[Otto von Habsburg|Otto]], Weg mit den Barteien, Fink<!– orignal Rechtschreibung der Parole, bitte nicht ändern –>” bemalt. Eine weiter Flugblattaktion erfolgte in der Nacht auf den 24. November in [[Kainach bei Voitsberg]]. Die von Fink, der sich selber Berghofbauer nannte, sowie einem Stabschef Holder gezeichneten Flugzettel warben für die monarchistische Partei und drohten Gewalt gegen die Kommunistische Partei Österreichs an. Die Flugblattaktion wurde in Kainach in der Nacht zum 6. Dezember wiederholt und in der darauf folgenden Nacht wurden auch Flugblätter in [[Maria Lankowitz]]. In Gratkorn wurde am 13. Dezember von Unbekannten eine Bombe vor der Haustür von Elisabeth Bock platziert, Bocks Ziehsohn Raimund Zach war von Jänner 1946 bis Juli 1947 Obmann der KPÖ in [[Peggau]] war.<ref name=”Mirsch258″ /> In der Nacht zum 14. Dezember kam es erneut zu einer Flugblattaktion, diesmal in [[Bärnbach]]. Das Schulhaus von [[Södingberg]] wurde in der Nacht zum 23. Dezember mit der Parole ”Fink zerschlägt die Parteien kommt zur Monarchi folgt uns<!– orignal Rechtschreibung der Aufschrift, bitte nicht ändern –>” beschmiert. In der Nacht zum 29. Dezember wurde ein [[Köflach]]er Wohnhaus mit der Aufschrift ”König Otto 13. 13. 38 Fink<!– orignal Rechtschreibung der Aufschrift, bitte nicht ändern –>” versehen, wobei die Zahlenfolge die Häftlingsnummer von Fink war.<ref name=”Topographie198″ />
  
Die bedeutendste Aktion der Partisanen erfolgte am 30. Dezember 1947 als sie gegen 1 Uhr 45 einen Sprengstoffanschlag auf den Gendarmerieposten in Geistthal verübten. Die vor die Eingangstür des Postens geworfene Sprengladung detonierte jedoch nicht und es wurden von den Partisanen insgesamt sieben Schüsse aus einem Infanteriegewehr auf das Gebäude abgegeben. Neben dem gescheiterten Anschalg in Geistthal verübten die Partisanen auch noch Sprengstoffanschläge auf die kommunistischen Parteilokale in [[Frohnleiten]] und Gratkorn, wobei diese beschädigt wurden. Das Mitglied Albin Fleischhacker zerstörte außerdem die Baracke der KPÖ am Grazer Lendkai unweit der [[Keplerbrücke (Graz)|Keplerbrücke]] durch eine Sprengladung. Heinz Fink wurde nach einer Fahndung am 31. Dezember in Haus des [[Elektromonteur]]s Franz Payer in [[Hochtregist]] verhaftete, wobei auch eine unter einem Kopfpolster versteckte Pistole sicher gestellt wurde. Neben Fink wurden noch 22 weitere Mitglieder der Partisanen verhaftet, darunter auch der [[Gratwein]]er Druckereibesitzer Peter Klinger, bei welchem die Bewegung ihre Flugblätter drucken ließ. Insgesamt 16<ref name=”Weltpresse” /> der Partisanen wurden im Februar 1948 in Graz vor das mittlere britische [[Militärgericht]] gestellt, wo sich für den unerlaubten Besitzes von Waffen und Sprengstoff zu verantworten hatten.<ref name=”Weltpresse2″ /> Fink sagte vor dem Militärgericht aus das die [[Field Security Section]] (FSS) von den [[Waffe|Waffen]] und den [[Sprengstoff]] gewusst, aber nichts dagegen unternommen hätte. Die FSS stritt vor dem Gericht ab von den Waffen gewusst oder mit Fink in Kontakt gewesen zu sein. Alle Angeklagten wurden schuldig gesprochen.<ref name=”Weltpresse” /> Heinz Fink wurde später auch noch vor das Landesgericht Graz gestellt und wurde zu insgesamt sieben Jahren Gefängnis verurteilt.<ref name=”Topographie198″ />
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Die bedeutendste Aktion der Partisanen erfolgte am 30. Dezember 1947 als sie gegen 1 Uhr 45 einen Sprengstoffanschlag auf den Gendarmerieposten in Geistthal verübten. Die vor die Eingangstür des Postens geworfene Sprengladung detonierte jedoch nicht und es wurden von den Partisanen insgesamt sieben Schüsse aus einem Infanteriegewehr auf das Gebäude abgegeben. Neben dem gescheiterten Anschalg in Geistthal verübten die Partisanen auch noch Sprengstoffanschläge auf die kommunistischen Parteilokale in [[Frohnleiten]] und Gratkorn, wobei diese beschädigt wurden. Das Mitglied Alfred Fleischhacker zerstörte außerdem die Baracke der KPÖ am Grazer Lendkai unweit der [[Keplerbrücke (Graz)|Keplerbrücke]] durch eine Sprengladung. Heinz Fink wurde nach einer Fahndung am 31. Dezember in Haus des [[Elektromonteur]]s Franz Payer in [[Hochtregist]] verhaftete, wobei auch eine unter einem Kopfpolster versteckte Pistole sicher gestellt wurde. Neben Fink wurden noch 22 weitere Mitglieder der Partisanen verhaftet, darunter auch der [[Gratwein]]er Druckereibesitzer Peter Klinger, bei welchem die Bewegung ihre Flugblätter drucken ließ. Insgesamt 16<ref name=”Weltpresse” /> der Partisanen wurden im Februar 1948 in Graz vor das mittlere britische [[Militärgericht]] gestellt, wo sich für den unerlaubten Besitzes von Waffen und Sprengstoff zu verantworten hatten.<ref name=”Weltpresse2″ /> Fink sagte vor dem Militärgericht aus das die [[Field Security Section]] (FSS) von den [[Waffe|Waffen]] und den [[Sprengstoff]] gewusst, aber nichts dagegen unternommen hätte. Die FSS stritt vor dem Gericht ab von den Waffen gewusst oder mit Fink in Kontakt gewesen zu sein. Alle Angeklagten wurden schuldig gesprochen.<ref name=”Weltpresse” /> Heinz Fink wurde später auch noch vor das Landesgericht Graz gestellt und wurde zu insgesamt sieben Jahren Gefängnis verurteilt.<ref name=”Topographie198″ />
  
 
== Mitglieder ==
 
== Mitglieder ==
Insgesamt sollen den Partisanen mehrere hundert Personen angehört haben, welche zu großen Teilen aus der weststeirischen Landbevölkerung stammten.<ref name=”Weltpresse2″ />
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Insgesamt sollen mehrere hundert Personen den Partisanen angehört oder sie zumindest unterstützt haben. Der Großteil dieser Personen entstammte der weststeirischen Landbevölkerung.<ref name=”Weltpresse2″ />
  
Der Anführer der Partisanen Heinz oder Heinrich Fink war ein [[Reichsdeutscher]] und wurde nach eigenen Angaben 1908 in [[Miami]] geboren und wurde 1942 zur [[Wehrmacht]] eingezogen. Nachdem seine Einheit an der Front aufgerieben worden war, desertierte er. Er wurde ausgeforscht wurde nach einigen Fluchtversuchen im [[KZ Mauthausen]] interniert, von wo ihm im Februar 1945 die Flucht gelang. Er kam bei einer Frau in [[Niederösterreich]] unter, welche in vor den Behörden versteckte und floh später in die [[Steiermark]]. Während des Zweiten Weltkrieges soll er sich im [[Bezirk Mödling]] unter dem Namen Bruno Malmede als Leiter des amerikanischen Spionagedienstes für Österreich ausgegeben haben um in Kontakt mit Widerstandskämpfer zu kommen. Die mit ihm bekannten Kämpfer sagten später aus das er die Kontakte nutzte um sie zu erpressen und sie später auch an die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] zu verraten.<ref name=”Volksstimme” /> Im steirischen [[Kalwang]] trat er mit mehreren Ausländern als vermeintliche Freiheitskämpfer an den Bürgermeister heran und zwang diesen ihnen Freiheitskämpferbestätigungen auszustellen. Danach setzte er sich eigenmächtig als Verwalter eines ehemaligen Nazi-Betriebes bei [[Liezen]] ein, wo er Gelder veruntreute. Aufgrund zahlreicher Anzeigen wurde er verhaftet und vor des Bezirksgericht Liezen gestellt, von wo er aber aus dem Gefängnis fliehen konnte. Vom Februar bis Oktober 1947 versteckte sich Fink in Waldstein bei [[Deutschfeistritz]] und zog im Dezember in das [[Gleinalpe|Gleinalmgebiet]] weiter.<ref name=”Lasnik140″ /> Im November 1945 trat er als Redner bei einer Massenkundgebung der [[ÖVP]] in den [[Wien]]er [[Sofiensäle]]n auf.<ref name=”Volksstimme” /> Vor dem britischen Militärgericht sagte er aus das die [[Field Security Section]] (FSS) vom Besitz von Waffen und Sprengstoff wussten, aber nichts taten. Die FSS stritt diese Anschuldigungen ab.<ref name=”Weltpresse” /> Er sagte auch aus das er unter Schwur stehe un deshalb nicht aussagen könne woher er die Waffen erhalten habe und das er sich Aufgrund seiner Furcht vor den Russen zum Tragen einer Waffe berechtigt fühle.<ref name=”Arbeiterwille1″ /> Vom Militärgericht wurde er zu sieben Jahren Haft verurteilt.<ref name=”Arbeiterwille2″ />
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Der Anführer der Partisanen Heinz oder Heinrich Fink war ein [[Reichsdeutscher]] und wurde nach eigenen Angaben 1908 in [[Miami]] geboren. Im Jahr 1942 wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen und nachdem seine Einheit an die Front verlegt wurde desertierte er. Er wurde ausgeforscht und nach einigen Fluchtversuchen aus Haftanstellen wurde er im [[KZ Mauthausen]] interniert, von wo ihm im Februar 1945 die Flucht gelang. Er kam bei einer Frau in [[Niederösterreich]] unter, welche in vor den Behörden versteckte. Weiters soll er nach Aussagen von Widerstandskämpfern während des Zweiten Weltkrieges im [[Bezirk Mödling]] unter dem Namen Bruno Malmede den Kontakt zum [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]] gesucht haben, wobei er sich als angeblicher Leiter des amerikansichen Spionagedienstes für Österreich ausgab. Diese Kontakte nutzte er später um die Kämpfer zu erpressen und um sie schließlich an die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] zu verraten.<ref name=”Volksstimme” /> Er floh in die [[Steiermark]] wo er zusammen mit mehreren Ausländern an den Bürgermeister von [[Kalwang]] als vermeintlicher Freiheitskämpfer herantrat und diesen durch Gewaltandrohung zur Ausstellung von Freiheitskämpferbestätitungen zwang. Danach setzte er sich eigenmächtig als öffentlicher Verwalter eines ehemaligen Nazi-Betriebes bei [[Liezen]] ein, von dem er Gelder veruntreute. Im November 1945 trat Fink als Redner bei einer Massenkundgebung der [[ÖVP]] in den [[Wien]]er [[Sofiensäle]]n auf.<ref name=”Volksstimme” /> Aufgrund einiger Anzeigen wegen Veruntreuung wurde er schließlich verhaftet und kam vor des Bezirksgericht Liezen. Aus dem dortigen Gefängnis gelang ihm erneut die Flucht und er versteckte sich von Februar bis Oktober 1947 in Waldstein bei [[Deutschfeistritz]], ehe er im Dezember in das [[Gleinalpe|Gleinalmgebiet]] weiterzog.<ref name=”Lasnik140″ /> Während dieser Zeit trat er als Anführer der monarchistischen Partisanen auf. Vor dem britischen Militärgericht sagte er aus das die [[Field Security Section]] (FSS) vom Besitz der Waffen und des Sprengstoffes gewusst, aber nichts dagegen getan hätten. Die FSS stritt diese Anschuldigungen ab.<ref name=”Weltpresse” /> Er sagte auch aus das er unter Schwur stehe und deshalb nicht sagen könne woher oder von wem er die Waffen erhalten habe. Weiters sehe er sich durch seine Furcht vor den Russen dazu berechetigt eine Waffe zu tragen.<ref name=”Arbeiterwille1″ /> Fink wurde vom Militärgericht und später auch vom Grazer Landesgericht zu insegesamt sieben Jahren Haft verurteilt.<ref name=”Arbeiterwille2″ />
  
Für die Schüsse auf den Gendarmerieposten von Geistthal wurde Johann Pagger zu vier Jahren [[Freiheitsstrafe|Haft]] verurteilt, während sich Johann Kink für die Anschläge auf die kommunistischen Parteilokale in Frohnleiten und Gratkorn schuldig bekannte. Kink sage auch aus auf Anweisung von Fink gehandelt zu haben und wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Unter der Zusicherung von Kleidung verteilte Alfred Fleischhacker Flugblätter der Partisanen in Graz und war auch an der Sprengung des Grazer KPÖ-Baracke beteiligt. Neben Fleischhacker wurden auch noch die Mitglieder Rudolf Schlatzer, Johann Kreiner und Simon Wagner zu drei Jahren Haft verurteilt. Johann Jantscher und der Druckereibesitzer Peter Klinger, welcher die Flugblätter der Partisanen gedruckt hatte, bekamen je zwei Jahre Haft. Die anderen angeklagten Mitglieder erhielten Haftstrafen zwischen zwei Jahren und sechs Monaten.<ref name=”Weltpresse” /><ref name=”Arbeiterwille2″ />
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Für die auf den Gendarmerieposten von Geistthal abgegebenen Schüsse wurde Johann Pagger zu vier Jahren [[Freiheitsstrafe|Haft]] verurteilt. Johann Kink sagte aus auf Anweisung von Fink die Anschläge auf die kommunistischen Parteilokale in Frohnleiten und Gratkorn verübt zu haben, wofür er zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Alfred Fleischhacker beteiligte sich unter der Zusicherung von Kleidung und Vorräten durch die Partisanen an der Sprengung der Grazer KPÖ-Baracke und verteilte Flugblättern in Graz. Fleischhacker sowie die Mitglieder Rudolf Schlatzer, Johann Kreiner und Simon Wagner wurden zu je drei Jahren Haft verurteilt. Der Druckereibesitzer Peter Klinger, welcher die Flugblätter der Bewegung gedruckt hatte, sowie das Mitglied Johann Jantscher bekamen je zwei Jahre Haft. Die anderen angeklagten Mitglieder erhielten Haftstrafen zwischen zwei Jahren und sechs Monaten.<ref name=”Weltpresse” /><ref name=”Arbeiterwille2″ />
  
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==

Chalo-Saint-Mars

Literatur


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== Literatur ==
 
== Literatur ==
* ”Le Patrimoine des Communes de l’Essonne.” Flohic Éditions, Paris 2001, 2 Bände, ISBN 2-84234-126-0, S. 302–307.
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* ”Le Patrimoine des Communes de l’Essonne.” Flohic Éditions, Paris 2001, Band 1, ISBN 2-84234-126-0, S. 302–307.
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==

Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Überblick


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== Überblick ==
 
== Überblick ==
 
[[Datei:Roter Würfel.jpg|mini|”Roter Würfel” in der Lothstraße 64]]
 
[[Datei:Roter Würfel.jpg|mini|”Roter Würfel” in der Lothstraße 64]]
Im Wintersemester 2017/18 waren an der Hochschule [[München]] 18.183 Studierende eingeschrieben (männliche: 10.906, weibliche: 7.277). Die Frauenquote beträgt ca. 40 %.<ref>[https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Hochschulen/StudierendeHochschulenEndg2110410177005.xls?__blob=publicationFile?__blob=publicationFile Fachserie 11 Reihe 4.1 – Endgültige Ergebnisse – Wintersemester 2016/2017 (Stand: 24. Oktober 2017), interne Statistik der Hochschule München (abgerufen am 24. Oktober 2017)]</ref> An ihren 14&nbsp;Fakultäten sind etwa 500&nbsp;[[Professor|Professuren]] verzeichnet.
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Im Wintersemester 2018/19 waren an der Hochschule [[München]] 18.400 Studierende eingeschrieben (männliche: 11.046, weibliche: 7.354). Die Frauenquote beträgt ca. 40 %.<ref>interne Statistik Hochschule München (abgerufen Juni 2019)</ref> An ihren 14 Fakultäten sind etwa 500&nbsp;[[Professor|Professuren]] verzeichnet.
  
 
Mit über 85 Studiengängen in den Bereichen [[Naturwissenschaft|Natur-]]/[[Ingenieurwissenschaft]]en, [[Wirtschaftswissenschaft|Wirtschaft]], [[Sozialwissenschaft|Sozialwesen]] und [[Design]] bietet die Hochschule München ein breites Fächerspektrum.
 
Mit über 85 Studiengängen in den Bereichen [[Naturwissenschaft|Natur-]]/[[Ingenieurwissenschaft]]en, [[Wirtschaftswissenschaft|Wirtschaft]], [[Sozialwissenschaft|Sozialwesen]] und [[Design]] bietet die Hochschule München ein breites Fächerspektrum.

Lankow (Schwerin)

Korrektur des Jahres der Auszeichnung


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Im März 1976 wurde die Großbäckerei Lankow (ab 1.&nbsp;Januar 1977 [[Konsum-Backwaren-Kombinat Schwerin]]) in der Büdnerstraße in Betrieb genommen. In der Willi-Schröder-Straße (heute Rahlstedter Straße) wurde die Poliklinik Lankow eröffnet.
 
Im März 1976 wurde die Großbäckerei Lankow (ab 1.&nbsp;Januar 1977 [[Konsum-Backwaren-Kombinat Schwerin]]) in der Büdnerstraße in Betrieb genommen. In der Willi-Schröder-Straße (heute Rahlstedter Straße) wurde die Poliklinik Lankow eröffnet.
[[Datei:Ahornstrasse Reihenhaus R4.Lankow 2017.JPG|mini|1984 wurde das Musterreihenhaus, Ahornstraße 17–31, mit der Goldenen Hausnummer des OB`s ausgezeichnet]]
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[[Datei:Ahornstrasse Reihenhaus R4.Lankow 2017.JPG|mini|1986 wurde das Musterreihenhaus, Ahornstraße 17–31, mit der Goldenen Hausnummer des OB`s ausgezeichnet]]
  
 
Am 11. Juni 1978 erfolgte die Einweihung des Verwaltungstraktes des Bischöflichen Amtes und des angegliederten Gottesdienstraumes in der Lankower Straße&nbsp;14. Der erste Seniorenklub der [[Volkssolidarität]] öffnete 1984 in der Kurt-Bürger-Straße. Am 31.&nbsp;Dezember 1985 konnte der Jugendklub (heute der Klub 44 a) in der Kurt-Bürger-Straße 44a (heute Ratzeburger Straße) übergeben werden.
 
Am 11. Juni 1978 erfolgte die Einweihung des Verwaltungstraktes des Bischöflichen Amtes und des angegliederten Gottesdienstraumes in der Lankower Straße&nbsp;14. Der erste Seniorenklub der [[Volkssolidarität]] öffnete 1984 in der Kurt-Bürger-Straße. Am 31.&nbsp;Dezember 1985 konnte der Jugendklub (heute der Klub 44 a) in der Kurt-Bürger-Straße 44a (heute Ratzeburger Straße) übergeben werden.

Globalisierung


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== Begriff und Bedeutungen ==
 
== Begriff und Bedeutungen ==
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Der Begriff der Globalisierung wurde zunächst in den Sozialwissenschaften geprägt. Manchen Quellen zufolge wurde er 1944 zum ersten Mal verwendet.<ref name=”Feder-Who Coined Glob.”>Barnaby J. Feder: [http://www.nytimes.com/2006/07/06/business/06levitt.html?ex=1309838400&en=919815a8e82ed1c2&ei=5090&partner=rssuserland&emc=rss „Theodore Levitt, 81, Who Coined the Term ‘Globalization’, Is Dead“], [[The New York Times|New York Times]], 6. Juli 2006.</ref> 1961 taucht ”Globalization” erstmals in einem englischsprachigen Lexikon auf. <!– welchem ?! —>
 
  
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Den Begriff „Globalisierung“ machte der US-amerikanische Trendforscher [[John Naisbitt]] (* 1929) populär. In seinem Buch [[Megatrends]] (1982) beschrieb er am Beispiel der Autoindustrie die Funktionsweise der Globalisierung. Naisbitt gilt als Erfinder des Begriffs.<ref>[http://stockpress.de/2011/09/09/wer-erfand-die-globalisierung/ stockpress.de]</ref> Den Begriff „Globalisierung“ prägte in der Wissenschaft 1983 [[Theodore Levitt]] (1925–2006), ein deutscher Emigrant<ref>Louis Lavelle: [http://www.businessweek.com/bschools/content/jun2006/bs20060629_5211_bs001.htm „Theodore Levitt Dead at 81 “], [[BusinessWeek]], 29. Juni 2006.</ref> und ehemaliger Professor an der [[Harvard Business School]] 1983 mit dem Artikel ”„The Globalization of Markets“”<ref>Theodore Levitt: ”The globalization of markets.” In: ”[[Harvard Business Review]].” 61. Jg., 1983, Nr. 3, S. 92.</ref> in der [[Harvard Business Review]].<ref name=”Feder-Who Coined Glob.” /> Eine schnelle Entwicklung des Wortes in den Buchtiteln von deutschsprachigen Monographien wurde für die Zeit von 1986 bis 2000 beobachtet.<ref>Wolf-Andreas Liebert: ”Zu einem dynamischen Konzept von Schlüsselwörtern.” In: ”[[Gesellschaft für Angewandte Linguistik|Zeitschrift für angewandte Linguistik]].” 38, 2003, S. 57–75; der Verlauf dieses Prozesses folgt dem [[Piotrowski-Gesetz]]: Karl-Heinz Best: ”Zur Ausbreitung von “Globalisierung” im Deutschen.” In: ”Göttinger Beiträge zur Sprachwissenschaft.” 16, 2008, S. 17–20. [Erschienen 2010]</ref>
 
  
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Eine andere, weniger gebräuchliche Bezeichnung ist ”Mondialisierung” (nach dem im [[Französische Sprache|Französischen]] bevorzugten Begriff ”Mondialisation”: „Le monde“ heißt „die Welt“). Einige bezeichnen den beschriebenen Prozess nicht als Globalisierung, sondern als ”Entnationalisierung” oder ”Denationalisierung”, um den Macht- und Bedeutungsverlust des [[Nationalstaat]]es im Zuge der Globalisierung zu beschreiben.
 
  
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Die Globalisierung wurde schon lange bevor es diesen Begriff gab diskutiert. So benutzte [[Karl Jaspers]] in seiner [[Kulturkritik]] ”Die geistige Situation der Zeit” (1932) den Begriff ”planetarisch”: {{“|Als technische und wirtschaftliche scheinen alle Probleme ”planetarisch” zu werden}}. Mit der Vereinheitlichung des Planeten habe ein „Prozess der ”Nivellierung”“ begonnen, {{“|den man mit Grauen erblickt}}. Jaspers erkennt ein Merkmal, hinsichtlich dessen sich die Globalisierung seiner Zeit von anderen unterscheidet: Der Erdball sei nicht nur zu einer Verflechtung seiner Wirtschaftsbeziehungen geworden, sondern der Weltkrieg sei der erste Krieg gewesen, in dem die gesamte Menschheit engagiert war. Die Kulturen verteilten sich über die Welt, aber schon schlüge der erste „Rausch der Raumerweiterung“ in ein „Gefühl der Weltenge“ um.<ref>Karl Jaspers: ”Die geistige Situation der Zeit.” 1932, S. 67. Hervorhebung von „planetarisch“ durch den Autor. (1999, ISBN 3-11-016400-0)</ref>
 
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== Indikatoren der wirtschaftlichen Globalisierung ==
 
== Indikatoren der wirtschaftlichen Globalisierung ==

Mariánská Týnice

Liste der Pröpste


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* Bernard Opicius, geboren in [[Prag]] (1710–1715)
 
* Bernard Opicius, geboren in [[Prag]] (1710–1715)
 
* Ferdinand Mayer, geboren in [[Louny]] (1716–1734)
 
* Ferdinand Mayer, geboren in [[Louny]] (1716–1734)
* Řehoř Guldenfess, geboren in [[Olomouc]] (1734–1744)
+
* Řehoř Guldenfess, geboren in [[Olmütz]] (1734–1744)
 
* Julius de Stern-Legisfeld, geboren in [[Kutná Hora]] (1745–1755)
 
* Julius de Stern-Legisfeld, geboren in [[Kutná Hora]] (1745–1755)
 
* Marcel Krska, geboren in Prag (1755–1775)
 
* Marcel Krska, geboren in Prag (1755–1775)

Earl of Perth

Abschnittlink korrigiert


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[[Datei:Earl of Perth arms.svg|mini|Wappen der Earls of Perth]]
 
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”’Earl of Perth”’ ist ein erblicher [[Peer (Adel)|britischer Adelstitel]] in der [[Peerage of Scotland]].
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”’Earl of Perth”’ ist ein erblicher [[Peer (Adel)|britischer Adelstitel]] in der [[Peerage of Scotland]].
  
 
Der jeweilige Earl ist erblicher [[Clan Chief|Chief]] des [[Clan Drummond]].
 
Der jeweilige Earl ist erblicher [[Clan Chief|Chief]] des [[Clan Drummond]].
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== Verleihung und Geschichte des Titels ==
 
== Verleihung und Geschichte des Titels ==
Der Titel wurde am 4. März 1605 für [[James Drummond, 1. Earl of Perth|James Drummond, 4. Lord Drummond]], geschaffen. Dieser war [[Botschafter]] Schottlands in [[Spanien]] gewesen. 1600 hatte er bereits von seinem Vater den fortan nachgeordneten Titel ”Lord Drummond”, of Cargill, der am 29. Januar 1488 seinem Ur-ur-urgroßvater, dem [[John Drummond, 1. Lord Drummond|Sir John Drummond]] verliehen worden war. Letzterer war [[Justiciar|Justiciar of Scotland]] gewesen. Sein Großneffe, [[James Drummond, 4. Earl of Perth]], war ebenso wie sein jüngerer Bruder, [[John Drummond, 1. Earl of Melfort]], ein enger Vertrauter des [[Haus Stuart|Stuart]]-Königs [[Jakob II. (England)|Jakob VII.]] und bekannte sich 1685 öffentlich zum [[Katholizismus]]. Nach der Absetzung König Jakobs wurde er 1688 beim Fluchtversuch nach Frankreich gefangengesetzt und eingekerkert bis er 1693 unter der Maßgabe freigelassen wurde, dass er das Land verlasse. Er begab sich daraufhin zum Titularkönig Jakob nach Frankreich. Bei seinem Tod am 11. Mai 1716 war sein ältester Sohn, der sich am [[Jakobiten#Der Erste Jakobitenaufstand (the Fifteen)|Jakobitenaufstand von 1715]] beteiligt hatte, bereits wegen Hochverrats am 17. Februar 1716 durch Beschluss des britischen Parlaments ([[Bill of Attainder]]) geächtet worden, dadurch erloschen auch die von ihm zu erbenden Titel.
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Der Titel wurde am 4. März 1605 für [[James Drummond, 1. Earl of Perth|James Drummond, 4. Lord Drummond]], geschaffen. Dieser war [[Botschafter]] Schottlands in [[Spanien]] gewesen. 1600 hatte er bereits von seinem Vater den fortan nachgeordneten Titel ”Lord Drummond”, of Cargill, der am 29. Januar 1488 seinem Ur-ur-urgroßvater, dem [[John Drummond, 1. Lord Drummond|Sir John Drummond]] verliehen worden war. Letzterer war [[Justiciar|Justiciar of Scotland]] gewesen. Sein Großneffe, [[James Drummond, 4. Earl of Perth]], war ebenso wie sein jüngerer Bruder, [[John Drummond, 1. Earl of Melfort]], ein enger Vertrauter des [[Haus Stuart|Stuart]]-Königs [[Jakob II. (England)|Jakob VII.]] und bekannte sich 1685 öffentlich zum [[Katholizismus]]. Nach der Absetzung König Jakobs wurde er 1688 beim Fluchtversuch nach Frankreich gefangengesetzt und eingekerkert bis er 1693 unter der Maßgabe freigelassen wurde, dass er das Land verlasse. Er begab sich daraufhin zum Titularkönig Jakob nach Frankreich. Bei seinem Tod am 11. Mai 1716 war sein ältester Sohn, der sich am [[Jakobiten#Der Jakobitenaufstand von 1715 („The Fifteen“)|Jakobitenaufstand von 1715]] beteiligt hatte, bereits wegen Hochverrats am 17. Februar 1716 durch Beschluss des britischen Parlaments ([[Bill of Attainder]]) geächtet worden, dadurch erloschen auch die von ihm zu erbenden Titel.
  
 
Im französischen Exil hatte König Jakob dem 4. Earl am 10. Mai 1690 die schottischen Titel ”Duke of Perth”, ”Marquess of Drummond”, ”Earl of Stobhall”, ”Viscount Cargill” und ”Lord Concraig” verliehen. Diese jakobitischen Titel wurden in Großbritannien als unrechtmäßig und damit nicht existent betrachtet. Der französische König [[Ludwig XIV. (Frankreich)|Ludwig XIV.]] erkannte ihn hingegen 1701 als ”Duc de Perth” an, wodurch er in Frankreich mit allen Vorrechten eines Herzogs behandelt wurde (ohne dass damit Grundbesitz in Frankreich verbunden war). Beim Tod seines jüngsten Sohnes, des jakobitischen „6. Dukes of Perth“ fielen dessen Titularansprüche an James Drummond of Lundin (1707–1781), einen Enkel des 1. Earl of Melfort, aus der Linie von dessen erster Ehe, die protestantisch und in Schottland geblieben und den Welfen-Königen treu war. Dessen Sohn [[James Drummond, 1. Baron Perth|James Drummond]] erwirkte 1785 die Rückgabe der eingezogenen Ländereien der Familie einschließlich [[Drummond Castle (Burg)|Drummond Castle]]. 1792 petitionierte er bei König [[Georg III. (Vereinigtes Königreich)|Georg III.]] um die Wiederherstellung des Titels ”Earl of Perth”, zog die Petition 1796 zurück und wurde am 25. Oktober 1797 in der [[Peerage of Great Britain]] zum ”Lord Perth”, Baron Drummond of Stobhall in the County of Perth,<ref>[[The London Gazette]]: [https://www.thegazette.co.uk/London/issue/14052/page/968 Nr. 14052, S. 968], 7. Oktober 1797.</ref> erhoben. Dieser Titel erlosch, als er am 2. Juli 1800 ohne männliche Nachkommen starb. Die Titularansprüche als jakobitischer „9. Duke of Perth“ etc. fielen an James Drummond (1750–1800), den jakobitischen „4. Duke of Melfort“ und Urenkel des 1. Earl of Melfort. Dessen Neffe George Drummond, der „11. Duke of Perth und 6. Duke of Melfort“ petitionierte 1841 bei Königin [[Victoria (Vereinigtes Königreich)|Victoria]] um die Restauration der Titel Earl of Perth und [[Earl of Melfort]], nebst nachgeordneter Titel. Der Petition wurde schließlich durch [[Act of Parliament]] vom 28. Juni 1853 entsprochen und die Titel für ihn als 5. Earl of Perth und 2. Earl of Melfort wiederhergestellt. Teils wird der Rechtsakt auch als rückwirkende Aufhebung der Ächtung verstanden und George Drummond entsprechend als 14. Earl of Perth und 6. Earl of Melfort gezählt.
 
Im französischen Exil hatte König Jakob dem 4. Earl am 10. Mai 1690 die schottischen Titel ”Duke of Perth”, ”Marquess of Drummond”, ”Earl of Stobhall”, ”Viscount Cargill” und ”Lord Concraig” verliehen. Diese jakobitischen Titel wurden in Großbritannien als unrechtmäßig und damit nicht existent betrachtet. Der französische König [[Ludwig XIV. (Frankreich)|Ludwig XIV.]] erkannte ihn hingegen 1701 als ”Duc de Perth” an, wodurch er in Frankreich mit allen Vorrechten eines Herzogs behandelt wurde (ohne dass damit Grundbesitz in Frankreich verbunden war). Beim Tod seines jüngsten Sohnes, des jakobitischen „6. Dukes of Perth“ fielen dessen Titularansprüche an James Drummond of Lundin (1707–1781), einen Enkel des 1. Earl of Melfort, aus der Linie von dessen erster Ehe, die protestantisch und in Schottland geblieben und den Welfen-Königen treu war. Dessen Sohn [[James Drummond, 1. Baron Perth|James Drummond]] erwirkte 1785 die Rückgabe der eingezogenen Ländereien der Familie einschließlich [[Drummond Castle (Burg)|Drummond Castle]]. 1792 petitionierte er bei König [[Georg III. (Vereinigtes Königreich)|Georg III.]] um die Wiederherstellung des Titels ”Earl of Perth”, zog die Petition 1796 zurück und wurde am 25. Oktober 1797 in der [[Peerage of Great Britain]] zum ”Lord Perth”, Baron Drummond of Stobhall in the County of Perth,<ref>[[The London Gazette]]: [https://www.thegazette.co.uk/London/issue/14052/page/968 Nr. 14052, S. 968], 7. Oktober 1797.</ref> erhoben. Dieser Titel erlosch, als er am 2. Juli 1800 ohne männliche Nachkommen starb. Die Titularansprüche als jakobitischer „9. Duke of Perth“ etc. fielen an James Drummond (1750–1800), den jakobitischen „4. Duke of Melfort“ und Urenkel des 1. Earl of Melfort. Dessen Neffe George Drummond, der „11. Duke of Perth und 6. Duke of Melfort“ petitionierte 1841 bei Königin [[Victoria (Vereinigtes Königreich)|Victoria]] um die Restauration der Titel Earl of Perth und [[Earl of Melfort]], nebst nachgeordneter Titel. Der Petition wurde schließlich durch [[Act of Parliament]] vom 28. Juni 1853 entsprochen und die Titel für ihn als 5. Earl of Perth und 2. Earl of Melfort wiederhergestellt. Teils wird der Rechtsakt auch als rückwirkende Aufhebung der Ächtung verstanden und George Drummond entsprechend als 14. Earl of Perth und 6. Earl of Melfort gezählt.