Dechsel

Die Schäftung ist wie beim Beil. Eine Schäftung quer zum Stiel gibt es nicht. Das Schärfen und das Verkeilen haben nix miteinander zu tun, wenngleich sich der verkeilte Stiel nicht lösen lässt, ohne ihn zu zerstören.


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Die ”’Dechsel”’ (”[[Femininum|f.]]”, regional in der [[Schweiz]] und in [[Bayern]] ”[[Maskulinum|m.]]”<ref name=”Grimm Dechsel”>{{DWB|GD01074|DECHSEL, f. beil, hacke, haue, krummhaue, ascia}}</ref>; ”[[Plural|Plur.]]” -n), auch ”’Deichsel”’, ”’Dachsbeil”’ oder ”’Querbeil”’,<ref>Emil Hoffmann: ”Lexikon der Steinzeit”, [[Books on Demand]], 2012, ISBN 978-3-8448-8898-0, S. 81 [https://books.google.de/books?id=ShljgfISFL0C books.google.de]</ref> ist ein Werkzeug, das bei der [[Holzbearbeitung]] zum Abnehmen großer Spanmengen wie auch zum Schlichten und Glätten dient. Anders als bei [[Axt]] und [[Beil]] ist das Blatt der Dechsel quer zum Stiel geschäftet. Ihre Schneide ist einseitig an der dem Stiel zugewandten Seite angeschliffen, weswegen der [[Schaft (Werkzeug)|Stiel]] zumeist von oben in das konische Öhr eingesteckt und nicht verkeilt wird. Der Kopf zieht sich so beim Gebrauch selber fest. Zum Schärfen wird der Stiel aus dem Kopf entfernt. Dieser Vorteil entfällt bei Dechseln mit verkeiltem Schaft. Der [[Keilwinkel]] der Schneide beträgt etwa 17 bis 25&nbsp;Grad.<ref name=”Schadwinkel, Heine”>Hans-Tewes Schadwinkel, Günther Heine: ”Das Werkzeug des Zimmermanns.” Th. Schäfer, Hannover 1986, ISBN 3-88746-070-7</ref><ref>Franz Krämer: ”Grundwissen des Zimmerers. Fachstoff für Zimmerleute.” Bruder, Karlsruhe 1982, ISBN 3-87104-052-5</ref>
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Die ”’Dechsel”’ (”[[Femininum|f.]]”, regional in der [[Schweiz]] und in [[Bayern]] ”[[Maskulinum|m.]]”<ref name=”Grimm Dechsel”>{{DWB|GD01074|DECHSEL, f. beil, hacke, haue, krummhaue, ascia}}</ref>; ”[[Plural|Plur.]]” -n), auch ”’Deichsel”’, ”’Dachsbeil”’ oder ”’Querbeil”’,<ref>Emil Hoffmann: ”Lexikon der Steinzeit”, [[Books on Demand]], 2012, ISBN 978-3-8448-8898-0, S. 81 [https://books.google.de/books?id=ShljgfISFL0C books.google.de]</ref> ist ein Werkzeug, das bei der [[Holzbearbeitung]] zum Abnehmen großer Spanmengen wie auch zum Schlichten und Glätten dient. Anders als bei [[Axt]] und [[Beil]] ist das Blatt der Dechsel quer zum Stiel gerichtet und wie ein Beil geschäftet. Ihre Schneide ist einseitig an der dem Stiel zugewandten Seite angeschliffen. Der [[Schaft (Werkzeug)|Stiel]] wird zumeist von oben in das konische Öhr eingesteckt und nicht verkeilt. Der Kopf zieht sich so beim Gebrauch selber fest. Zum Schärfen wird der Stiel aus dem Kopf entfernt. Dieser Vorteil entfällt bei Dechseln mit verkeiltem Schaft. Der [[Keilwinkel]] der Schneide beträgt etwa 17 bis 25&nbsp;Grad.<ref name=”Schadwinkel, Heine”>Hans-Tewes Schadwinkel, Günther Heine: ”Das Werkzeug des Zimmermanns.” Th. Schäfer, Hannover 1986, ISBN 3-88746-070-7</ref><ref>Franz Krämer: ”Grundwissen des Zimmerers. Fachstoff für Zimmerleute.” Bruder, Karlsruhe 1982, ISBN 3-87104-052-5</ref>
  
 
== Etymologie ==
 
== Etymologie ==