Emotionale Taubheit

grammatik


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{{lückenhaft||Der Artikel ist noch sehr knapp. Eventuell weist der Siehe-auch-Abschnitt (verlinkte Begriffe, deren Lemmabezug nicht ersichtlich ist) auf Lücken hin, die im Artikel noch behandelt werden sollten. (Siehe [[WP:Assoziative Verweise]]) Damit}}
 
{{lückenhaft||Der Artikel ist noch sehr knapp. Eventuell weist der Siehe-auch-Abschnitt (verlinkte Begriffe, deren Lemmabezug nicht ersichtlich ist) auf Lücken hin, die im Artikel noch behandelt werden sollten. (Siehe [[WP:Assoziative Verweise]]) Damit}}
  
”’Emotionale Taubheit”’ (auch [[Emotion|”emotionale”]] ”Erstarrung, emotionales Erstarrungssymptom” oder ”’Numbing”’) bezeichnet in der Psychologie einen emotionalen Erstarrungs- oder Taubheitszustand, der durch eine eingeschränkte Affektivität charakterisiert ist und mit einem deutlich vermindertem Interesse an wichtigen Aktivitäten ([[Anhedonie]]) und einer distanzierten Teilnahmslosigkeit gegenüber der Umwelt und dem eigenen Leben, verbunden mit dem Verlust positiver Zukunftserwartungen und Sinnperspektive für das eigene Leben einhergeht.<ref name=”HeckerMaercker” /><ref name=”Huber” /> Betroffene erleben dies als innere Leere, emotionale Abstumpfung, Interessen-, Lust- und Freudlosigkeit. Auch kann es zu einem Gefühl der Entfremdung gegenüber den Mitmenschen, der Welt und dem eigenen Leben kommen.<ref name=”HeckerMaercker”>Tobias Hecker, Andreas Maercker: [https://www.researchgate.net/profile/Andreas_Maercker/publication/280528400_Psychotraumatologie_Neues_Wissen_und_Evergreens/links/55b7789508aec0e5f4381e35/Psychotraumatologie-Neues-Wissen-und-Evergreens.pdf ”Psychotraumatologie”.] (PDF) In: ”Ars Medici”, 6/2015, S. 325–328.</ref><ref>{{Literatur |Autor=Hans-Ulrich Wittchen. |Titel=Klinische Psychologie & Psychotherapie |Auflage=2., überarb. und erw. |Verlag=Springer-Medizin |Ort=Heidelberg |Datum=2011 |ISBN=3-642-13017-8}}</ref><ref>Stefan Brunnhuber: ”Affekt und Symptombildung: Zur Geschichte, Theorie und Systematik der Psychosomatik; Züricher Vorträge.” Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2001, ISBN 3-8260-2212-2.</ref>
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”’Emotionale Taubheit”’ (auch [[Emotion|”emotionale”]] ”Erstarrung, emotionales Erstarrungssymptom” oder ”’Numbing”’) bezeichnet in der Psychologie einen emotionalen Erstarrungs- oder Taubheitszustand, der durch eine eingeschränkte Affektivität charakterisiert ist und mit einem deutlich vermindertem Interesse an wichtigen Aktivitäten ([[Anhedonie]]) und einer distanzierten Teilnahmslosigkeit gegenüber der Umwelt und dem eigenen Leben, verbunden mit dem Verlust positiver Zukunftserwartungen und Sinnperspektive für das eigene Leben einhergeht.<ref name=”HeckerMaercker” /><ref name=”Huber” /> Betroffene erleben dies als innere Leere, emotionale Abstumpfung, Interessen-, Lust- und Freudlosigkeit. Auch kann es zu einem Gefühl der Entfremdung gegenüber Mitmenschen, der Welt und dem eigenen Leben kommen.<ref name=”HeckerMaercker”>Tobias Hecker, Andreas Maercker: [https://www.researchgate.net/profile/Andreas_Maercker/publication/280528400_Psychotraumatologie_Neues_Wissen_und_Evergreens/links/55b7789508aec0e5f4381e35/Psychotraumatologie-Neues-Wissen-und-Evergreens.pdf ”Psychotraumatologie”.] (PDF) In: ”Ars Medici”, 6/2015, S. 325–328.</ref><ref>{{Literatur |Autor=Hans-Ulrich Wittchen. |Titel=Klinische Psychologie & Psychotherapie |Auflage=2., überarb. und erw. |Verlag=Springer-Medizin |Ort=Heidelberg |Datum=2011 |ISBN=3-642-13017-8}}</ref><ref>Stefan Brunnhuber: ”Affekt und Symptombildung: Zur Geschichte, Theorie und Systematik der Psychosomatik; Züricher Vorträge.” Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2001, ISBN 3-8260-2212-2.</ref>
  
 
Die emotionale Taubheit kann als Folge einer [[Posttraumatische Belastungsstörung|posttraumatischen Belastungsstörung]] auftreten und grenzt sich von einer [[Dissoziation (Psychologie)|Dissoziation]] durch die engere Eingrenzung des Begriffes ab. Auch betrifft die emotionale Taubheit, wie der Begriff bereits zum Ausdruck bringt, nicht die Wahrnehmung der äußeren Realität, sondern im Wesentlichen „nur“ die (verminderte oder fehlende) emotionale Reaktion eines Menschen auf diese Wahrnehmung.<ref name=”Huber”>{{Literatur |Autor=Michaela Huber |Titel=Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung, Teil 1 |Band=1 |Auflage=5. Aufl |Verlag=Junfermann |Ort=Paderborn |Datum=2012 |ISBN=3-87387-510-1}}</ref><ref>Bessel A. van der Kolk: [https://www.traumatherapie.de/users/vanderkolk/kolk1.html ”Psychische Folgen traumatischer Erlebnisse: Psychologische, biologische und soziale Aspekte von PTSD.”] Institut für Traumatherapie<!– https://web.archive.org/web/20181203194620/https://www.traumatherapie.de/users/vanderkolk/kolk1.html –></ref>
 
Die emotionale Taubheit kann als Folge einer [[Posttraumatische Belastungsstörung|posttraumatischen Belastungsstörung]] auftreten und grenzt sich von einer [[Dissoziation (Psychologie)|Dissoziation]] durch die engere Eingrenzung des Begriffes ab. Auch betrifft die emotionale Taubheit, wie der Begriff bereits zum Ausdruck bringt, nicht die Wahrnehmung der äußeren Realität, sondern im Wesentlichen „nur“ die (verminderte oder fehlende) emotionale Reaktion eines Menschen auf diese Wahrnehmung.<ref name=”Huber”>{{Literatur |Autor=Michaela Huber |Titel=Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung, Teil 1 |Band=1 |Auflage=5. Aufl |Verlag=Junfermann |Ort=Paderborn |Datum=2012 |ISBN=3-87387-510-1}}</ref><ref>Bessel A. van der Kolk: [https://www.traumatherapie.de/users/vanderkolk/kolk1.html ”Psychische Folgen traumatischer Erlebnisse: Psychologische, biologische und soziale Aspekte von PTSD.”] Institut für Traumatherapie<!– https://web.archive.org/web/20181203194620/https://www.traumatherapie.de/users/vanderkolk/kolk1.html –></ref>