EUROPA/FRANKREICH – Provinzoberer der Montfortaner-Missionare emordet

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Paris – Bei dem katholischen Priester, der am gestrigen 9. August, in Frankreich von einem Mann ermordet wurde, der angeblich bereits in den Brand der Kathedrale von Nantes am 18. Juli verwickelt war, handelt es sich um Pater Olivier Maire, Provinzoberer der Montfortaner-Missionare oder Montfort-Patres in Frankreich.
“Pater Olivier Maire wurde von einer Person ermordet, die er beherbergte und um die er sich kümmerte”, heißt es in einer Erklärung des Generaloberen Montfortaner, Pater Luiz Augusto Stefani.
“Liebe Mitbrüder, liebe Freunde, Mitglieder der Ordensfamilie der Montfortaner, heute Morgen erhielten wir die traurige und schreckliche Nachricht, dass Pater Olivier Maire, Provinzoberer von Frankreich, im Provinzhaus von Saint Laurent sur Sèvre auf abscheuliche Weise ermordet wurde. Ich bitte alle, für die ewige Ruhe der Seele von Pater Olivier und für seine Eltern zu beten… Der heilige Ludwig Marie de Montfort möge uns helfen, unser Vertrauen in Jesus Christus, die fleischgewordene, gekreuzigte und auferstandene Weisheit, zu erneuern”, heißt es im Kommuniqué des Generaloberen weiter.
Pater Olivier Maire wurde am 17. Juni 1990 zum Priester geweiht uns stammte aus der Diözese Besançon, wo seine betagten Eltern noch immer leben. Er war viele Jahre in Uganda als Ausbildungsleiter und dann von 2005 bis 2011 in Rom als Generalassistent seines Ordens tätig.
“Er war Bibelwissenschaftler mit einer Leidenschaft für die Kirchenväter und das patristische Griechisch und hatte auch einen Abschluss in Psychologie. Für ihn waren die Schriften des heiligen Ludwig Marie Grignion de Montfort, die vor 300 Jahren geschrieben wurden, immer noch aktuell, wenn es um den Glauben und das Glaubensleben ging”, heißt es in einer Verlautbarung der Diözese Luçon.
„Pater Olivier Maire, der für seine Offenheit und seinen tiefen Glauben bekannt war, starb als Opfer seiner Großzügigkeit, als Märtyrer der Nächstenliebe”, so Bischof François Jacolin Luçon, “Olivier Maire hinterlässt ein Zeugnis der christlichen Nächstenliebe, in den Fußstapfen des heiligen Ludwig Marie de Montfort und Christi, der uns gelehrt hat, uns in den Dienst der anderen zu stellen, vor allem in den Dienst derer, die in Schwierigkeiten sind… Und man geht nicht auf die anderen zu, ohne sich selbst zu entblößen”, schließt Bischof Jacolin.