EUROPA/ITALIA – Atlas über aktuelle Konflikte soll Ursprung der Kriege verständlich machen und Friedensarbeit fördern

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Rom – Noch immer gibt es mehr als dreißig Kriege in aller Welt. Diese Realität ist jedoch noch größer, wenn man Konflikte geringer Intensität, politische Gewalt, Ausschreitungen auf der Straße oder die Unterdrückung derjenigen, die protestieren, berücksichtigt. Dies ist das Bild, das sich aus dem “Atlas der Kriege und Konflikte in der Welt” ergibt. Der Atlas soll verständlich machen, wie weit wir auf dem Weg zum Frieden noch zurückliegen und wie vergeblich die Bitte um einen globalen Waffenstillstand selbst während der Covid-19-Pandemie war.
Den diesjährigen Atlas stellte Raffaele Crocco, Präsident der „Associazione Culturale 46° Parallelo“ und Schöpfer des Atlas-Projekts im Rahmen einer virtuellen Präsentation vor: er bezeichnete die Veröffentlichung als “den einzigen italienischen Band dieser Art, der bis 2021 aktualisiert wird und den Gesundheitszustand des Planeten veranschaulicht: ein Atlas, der die Dynamik und die Gründe der Konflikte verständlich machen will, die derzeit in der Welt stattfinden”.
Der 256 Seiten starke Band versucht Antworten auf viele Fragen zu geben: Was ist der Grund für einen Krieg? Wann ist ein Staat wirklich im Frieden und wann ist er einfach nicht im Krieg? Welchen Standpunkt nehmen die Opfer in Konfliktsituationen ein, und was unternimmt die Zivilgesellschaft, um den Frieden zu fördern? Dank der Unterstützung der italienischen Vereinigung der zivilen Kriegsopfer wird das Buch auch in englischer Sprache erhältlich sein. In englischer Sprache wird – dank des Beitrags der Peretti-Stiftung – informiert auch die Website „atlanteguerre.it“ erscheinen, die täglich über den Stand der Konflikte auf dem Planeten.
Die zehnte Auflage des Atlas der Kriege, die zum Teil durch Spendenaktionen und zahlreiche private Partnerorganisationen ermöglicht wurde, „stößt seit über zehn Jahren auf das Interesse der Leser”, erklärte Crocco. „Dank seiner Aktualisierungen, der Fotoreportagen von preisgekrönten Reportern, der illustrativen Karten und der Hintegrundinformationen zu den Konflikten wird der Atlas der Kriege von Interessenten, Schulen und Vereinen als Mittel zum Verständnis der Gegenwart und als Handbuch über die Kultur des Pazifismus in Italien und in der Welt herangezogen”. “Die Botschaft, die es zu verstehen und den Menschen nahe zu bringen gilt, ist die, dass die Schaffung von Frieden nicht bedeutet, ‘gut’ zu sein, sondern nur, ‚klüger‘ zu sein”, schließt der Herausgeber des Atlas.

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