EUROPA/ITALIEN – Scalabrini-Jahr: “Die ‘Missio ad migrantes’ ist unser Charisma”

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Rom – “Wir wollen die Gestalt des Ordensgründers Scalabrini in seiner Aktualität und Heiligkeit wieder aufleben lassen: ihn bekannt machen, über ihn sprechen, von seiner Leidenschaft für die Migranten erzählen, damit andere die gleiche Leidenschaft empfinden und sich auf allen Ebenen in der Kirche und in der Gesellschaft einmischen können. Wir wollen um seine Fürsprache bitten für die Mission, die die Kirche unseren Einrichtungen anvertraut hat, für das Wachstum im Glauben derer, an die wir das Wort weitergeben, für die Aufnahme derer, die fern von ihrem Land und ihrer Familie sind. In diesem Sinne haben wir beschlossen, ein besonderes Scalabrini-Jahr auszurufen, das am Sonntag, dem 7. November 2021, beginnt und am 9. November 2022 endet, um das Zeugnis dieses Missionsbischofs noch mehr in den Vordergrund zu rücken”, so Pater Gianni Borin, Generalvikar und Ökonom im Generalat der Scalabrini Missionare in Rocca di Papa bei Rom, gegenüber Fides. In diesem Zusammenhang erinnert er daran, dass das Jahr 2022 mit dem 25. Jahrestag der Seligsprechung von Giovanni Battista Scalabrini zusammenfällt, die am 9. November 1997 stattgefunden hat. “Es gibt drei Hauptelemente, die uns bei allen Feierlichkeiten begleiten werden. Zuallererst”, so Pater Gianni, “wollen wir Gott für das Geschenk des Charismas der Scalabrini-Ordensfamilie in der Kirche danken, indem wir auf die Geschichte unserer missionarischen Familie zurückblicken“.
“Das Charisma der Mitglieder unserer Ordensfamilie“, unterstreicht er, „ist unmissverstädnlich und präzise: missio ad migrantes, gelebt in der Ordensweihe, eingefügt in den globaleren Kontext der Sendung der Kirche”. Um eine “angemessene missionarische Präsenz” zu verwirklichen, so der Generalvikar, sei es notwendig, “sich schnell und entschlossen zu verpflichten, entsprechend der empfangenen Gabe zu antworten und so in unserer Besonderheit in der Sendung der Kirche heute bedeutsam zu sein”. Dazu gehöre auch eine Präsenz des Zeugnisses und der Verkündigung des Evangeliums in den verschiedenen Kontinenten: “Das neue Gesicht der Scalabrini Mission“, so Pater Borin weiter, „zeigt sich vor allem in Asien, Amerika und Afrika, wo unsere Präsenz seit vielen Jahren gefestigt ist und wo die Interkulturalität die aktuelle Herausforderung darstellt. Wenn die Gründe für die Neuevangelisierung je nach den Regionen der Welt und der Art der Beziehung zwischen Glaube und Vernunft unterschiedlich sind, so ist die Beziehung zwischen den Kulturen der verschiedenen betroffenen Regionen ihrerseits in der Lage, sie zu diversifizieren“. Aus diesem Grund, so bemerkt er, “ist es sehr wichtig, in solch unterschiedlichen Kontexten gemeinsam als Brüder die Liebe Gottes zu bezeugen“.
“Bei einem so wichtigen Anlass“, so Pater Gianni abschließend zur Feier des Scalabrini-Jahres, „fühlen wir uns in Gemeinschaft mit der ganzen Scalabrini Ordensfamilie: den Missionsschwestern, den Missionaren des Säkularinstitutes und all unseren Mitgliedern, Freunden und Wohltätern, die uns in dieser schönen und außergewöhnlichen Mission begleiten, die der Herr uns anvertraut hat“. “Von nun an” schließt er, „ermahnen wir uns gegenseitig, dieses Ereignis unter der Führung des Heiligen Geistes für unser persönliches und gemeinschaftliches Leben zu nutzen und unsere persönliche Verantwortung an die erste Stelle zu setzen”.

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