EUROPA/RUMÄNDIEN – Erzbischof Dal Toso in Rumänien: “Je mehr wir das Geschenk des Glaubens weitergeben, desto fruchtbarer wird es für uns selbst“

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Bukarest – “Der Besuch des Präsidenten der Päpstlichen Missionswerke, Erzbischof Giampietro Dal Toso, in Rumänien wird reiche Früchte für die Missionsarbeit der rumänischen Kirche bringen”, bekräftigt Pater Eugen Blaj, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Rumänien gegenüber Fides. Vom 20. bis 22. September tagte die Versammlung der Rumänischen Bischofskonferenz, in deren Rahmen Erzbischof Giampietro Dal Toso als Gastredner die Identität und die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke erläuterte. Tagungsort war das Karmeliterkloster Ciofliceni in der Nähe von Bukarest.
Der Besuch von Erzbischof Dal Toso fand im Rahmen der Kampagne zum Monat der Weltmission im Oktober und auch im Hinblick auf die “großen Jubiläen” des Jahres 2022 statt, darunter das 200jährige Jubiläum der Gründung des Werkes der Glaubensverbreitung und das 100jährige Jubiläum der Erhebung des Werkes in den Rang eines “Päpstlichen Werkes” und nicht zuletzt der 150. Geburtstag des Gründers der Päpstlichen Missionsvereinigung, des seligen Pater Paolo Manna und das 400jährige Jubiläum der Gründung der Kongregation „de Propaganda Fide“.
In seinem Betrag sprach Erzbischof Dal Toso über die Beziehung zwischen Glaube und Mission. Wachstum im Glauben, so der Präsident der Päpstlichen Missionswerke, bedeute auch Wachstum im missionarischen Bewusstsein. In diesem Zusammenhang erinnerte er die Bischöfe auch an die Notwendigkeit, die vier Päpstlichen Missionswerke mit ihrem jeweils eigenen Charisma zu fördern und nannte im Einzelnen das Werk für die Glaubensverbreitung, die Kindemissionswerke, das Apostel-Petrus-Werk und die Missionsvereinigung.
Ein besonderes Augenmerk widmete der Präsident der Päpstlichen Missionswerke in seinen Ausführungen dem Kindermissionswerk. Er wünsche sich, dass die Kinder die Möglichkeit erhalten, am missionarischen Leben der Kirche teilzuhaben und in einem missionarischen Geist aufzuwachsen. “Der Präsident der Päpstlichen Missionswerke erinnerte uns daran, dass eine Kirche ohne missionarische Arbeit nicht lange leben wird, während eine missionarische Kirche ein langes Leben hat: Je mehr wir das Geschenk des Glaubens weitergeben wird, desto fruchtbarer ist es für uns selbst”, betonte Pater Eugen Blaj.
Im Anschluss an die auf den Vortrag folgenden Fragen der Bischöfe zur Vertiefung der vom Präsidenten der Päpstlichen Missionswerke angesprochenen Themen leitete Erzbischof Dal Toso den gemeinsamen Gottesdienst der Mitglieder der rumänischen Bischofskonferenz.
Am zweiten Tag seines Aufenthalts in Rumänien besuchte Erzbischof Dal Toso die Büros der Päpstlichen Missionswerke in Rumänien. Am Abend konzelebrierte er mit allen Bischöfen in der St. Josephs-Kathedrale in Bukarest die Eucharistie. Auch bei dieser Gelegenheit forderte er die Anwesenden auf, sich missionarisch zu engagieren und damit ihrerseits andere zum missionarischen Engagement zu ermutigen.
In Rumänien gibt es insgesamt zwölf katholische Diözesen, davon sechs des byzantinischen Ritus und sechs des lateinischen Ritus. Zudem nimmt der Bischof von Chișinău an den Versammlungen der rumänischen Bischofskonferenz teil.