Geothermie

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Die bei BE BEI BEI BEI BEI BEI BEI BEI BEI ihrer Entstehung glutflüssige Erde ist innerhalb weniger Millionen Jahre erstarrt. Seit über vier Milliarden Jahren ist der radiale Temperaturverlauf im [[Erdmantel]] nur wenig steiler als die [[Adiabate]]. Dieser Temperaturgradient ist mit etwa 1 K/km viel zu klein, als dass [[Wärmeleitung]] einen wesentlichen Beitrag zum Wärmetransport leisten könnte. Vielmehr treibt der über die Adiabate hinausgehende Betrag des Temperaturgradienten die [[Mantelkonvektion]] an. Die im Vergleich zum Erdalter sehr rasche Konvektion – die [[ozeanische Kruste]] wurde und wird selten älter als 100 Millionen Jahre – wäre ohne Wärmequellen bald zum Erliegen gekommen. Das heißt, dass [[fühlbare Wärme]] aus der Zeit der [[Entstehung der Erde]] am heutigen Wärmestrom kaum beteiligt ist.
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Die bei ihrer Entstehung glutflüssige Erde ist innerhalb weniger Millionen Jahre erstarrt. Seit über vier Milliarden Jahren ist der radiale Temperaturverlauf im [[Erdmantel]] nur wenig steiler als die [[Adiabate]]. Dieser Temperaturgradient ist mit etwa 1 K/km viel zu klein, als dass [[Wärmeleitung]] einen wesentlichen Beitrag zum Wärmetransport leisten könnte. Vielmehr treibt der über die Adiabate hinausgehende Betrag des Temperaturgradienten die [[Mantelkonvektion]] an. Die im Vergleich zum Erdalter sehr rasche Konvektion – die [[ozeanische Kruste]] wurde und wird selten älter als 100 Millionen Jahre – wäre ohne Wärmequellen bald zum Erliegen gekommen. Das heißt, dass [[fühlbare Wärme]] aus der Zeit der [[Entstehung der Erde]] am heutigen Wärmestrom kaum beteiligt ist.
  
 
Der zeitliche Temperaturverlauf war zunächst von der Kinetik des [[Radioaktivität|radioaktiven]] Zerfalls dominiert. Kurzlebige Nuklide sorgten für ein Maximum der Manteltemperatur im mittleren [[Archaikum]]. Seit früher Zeit trägt auch [[Kristallisationswärme]] von der Grenze des langsam wachsenden, festen inneren [[Erdkern]]s und [[Gravitation|gravitative]] [[Bindungsenergie]] aus der damit verbundenen Schrumpfung des ganzen Kerns zur Mantelkonvektion bei.
 
Der zeitliche Temperaturverlauf war zunächst von der Kinetik des [[Radioaktivität|radioaktiven]] Zerfalls dominiert. Kurzlebige Nuklide sorgten für ein Maximum der Manteltemperatur im mittleren [[Archaikum]]. Seit früher Zeit trägt auch [[Kristallisationswärme]] von der Grenze des langsam wachsenden, festen inneren [[Erdkern]]s und [[Gravitation|gravitative]] [[Bindungsenergie]] aus der damit verbundenen Schrumpfung des ganzen Kerns zur Mantelkonvektion bei.