Haus Blegge

Die Vorgängerburg


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Im 15. Jahrhundert scheinen die Herren von Blech ausgestorben zu sein. Das Gut ging dann an die Herren von Menzlingen über.<ref>Helmut Rosenbach: ”Das alte Paffrath, Katterbach – Paffrath – Hand in Geschichte und Geschichten”, Bergisch Gladbach 1993, S. 25 ff.</ref> Pfarrer Voeghe nennt 1454 in seinem ”Roten Meßbuch” Ulrich von Menzlingen, der [[Kellerei (Amtsbereich)|Kellner]] und [[Amtmann|Hofesamtmann]] in Paffrath war und auf Haus Blech wohnte.<ref>Heinz Ewald Junkers (Übertragung), Lothar Speer (Übersetzung und Kommentierung): ”Das Paffrather Rote Meßbuch”, Bergisch Gladbach 1991, S. 185.</ref> Konrad von Menzlingen verkaufte den Besitz am 9. Juni 1463 an den Pfalzgrafen Stefan bei Rhein, der denselben als [[köln]]ischer [[Dompropst]] an das [[Stift (Kirche)|Domstift]] verschenkte, das ihn im Jahr 1540 an Wilhelm von der Neven in Erbpacht gab.<ref name=”Zuccalmaglio_327″ />
 
Im 15. Jahrhundert scheinen die Herren von Blech ausgestorben zu sein. Das Gut ging dann an die Herren von Menzlingen über.<ref>Helmut Rosenbach: ”Das alte Paffrath, Katterbach – Paffrath – Hand in Geschichte und Geschichten”, Bergisch Gladbach 1993, S. 25 ff.</ref> Pfarrer Voeghe nennt 1454 in seinem ”Roten Meßbuch” Ulrich von Menzlingen, der [[Kellerei (Amtsbereich)|Kellner]] und [[Amtmann|Hofesamtmann]] in Paffrath war und auf Haus Blech wohnte.<ref>Heinz Ewald Junkers (Übertragung), Lothar Speer (Übersetzung und Kommentierung): ”Das Paffrather Rote Meßbuch”, Bergisch Gladbach 1991, S. 185.</ref> Konrad von Menzlingen verkaufte den Besitz am 9. Juni 1463 an den Pfalzgrafen Stefan bei Rhein, der denselben als [[köln]]ischer [[Dompropst]] an das [[Stift (Kirche)|Domstift]] verschenkte, das ihn im Jahr 1540 an Wilhelm von der Neven in Erbpacht gab.<ref name=”Zuccalmaglio_327″ />
  
Bis ins 17. Jahrhundert blieben die Herren von der Reven Besitzer von Haus Blech. Der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] überrollte das Land. Auch das Haus Blegge blieb nicht verschont. Im Jahr 1643 wird berichtet: ”„Die Bewohner Paffraths flohen in die Wälder. Gegen Ende Juni, kurz vor der Ernte, stand sogar das adelige Haus Blech leer und verlassen da.“”<ref>Jux S. 107.</ref> Um 1670 zeichnete sich ein Streit um das Erbe von Blech ab. Da keine direkten männlichen Nachkommen der Familie von der Reven mehr auf Blech wohnten, sollte das Eigentumsrecht an die nächsten Blutsverwandten gehen. Die Hälfte der Erbschaft kam zunächst an die Familie [[Kalkum (Adelsgeschlecht)|von Kalkum-Lohausen]]. Der Streit wurde aber bis 1695 fortgesetzt mit dem Ergebnis, dass die Freifrau von Lohausen sechs Siebtel des Erbes an Blech erhielt. Das letzte Siebtel sowie 200 kölnische Taler gingen an die Herren von Reven, die aber nicht mehr auf Blech wohnten.<ref>Rosenbach, S. 25.</ref> Später kam das Gut an die [[Bottlenberg (Adelsgeschlecht)|von Bottlenberg genannt Kessel]].<ref name=”Zuccalmaglio_327″ /><ref>[[Gerda Panofsky-Soergel]]: Die Denkmäler des Rheinlandes, [[Rheinisch-Bergischer Kreis]], Band 1, Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf 1972, ISBN 3-508-00187-3, S. 92</ref>
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Bis ins 17. Jahrhundert blieben die Herren von der Reven Besitzer von Haus Blech. Der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] überrollte das Land. Auch das Haus Blegge blieb nicht verschont. Im Jahr 1643 wird berichtet: ”„Die Bewohner Paffraths flohen in die Wälder. Gegen Ende Juni, kurz vor der Ernte, stand sogar das adelige Haus Blech leer und verlassen da.“”<ref>Jux S. 107.</ref> Um 1670 zeichnete sich ein Streit um das Erbe von Blech ab. Da keine direkten männlichen Nachkommen der Familie von der Reven mehr auf Blech wohnten, sollte das Eigentumsrecht an die nächsten Blutsverwandten gehen. Die Hälfte der Erbschaft kam zunächst an die Familie [[Kalkum (Adelsgeschlecht)|von Kalkum-Lohausen]]. Der Streit wurde aber bis 1695 fortgesetzt mit dem Ergebnis, dass die Freifrau von Lohausen sechs Siebtel des Erbes an Blech erhielt. Das letzte Siebtel sowie 200 kölnische Taler gingen an die Herren von Reven, die aber nicht mehr auf Blech wohnten.<ref>Rosenbach, S. 25.</ref> Später kam das Gut an die [[Bottlenberg (Adelsgeschlecht)|von Bottlenberg genannt Kessel]].<ref name=”Zuccalmaglio_327″ /><ref>[[Gerda Panofsky-Soergel]]: Die Denkmäler des Rheinlandes, [[Rheinisch-Bergischer Kreis]], Band 1, Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf 1972, ISBN 3-508-00187-3, S. 92f.</ref>
  
 
=== Das heutige Haus Blegge ===
 
=== Das heutige Haus Blegge ===