Olena Teliha

ergänzt


← Nächstältere VersionVersion vom 11. Juni 2019, 10:09 Uhr
Zeile 2:Zeile 2:
 
[[Datei:Coin of Ukraine Teliha r.jpg|mini|Zwei-[[Hrywnja]]-Gedenkmünze der [[Nationalbank der Ukraine|ukrainischen Nationalbank]] von 2003 mit ihrem Konterfei]]
 
[[Datei:Coin of Ukraine Teliha r.jpg|mini|Zwei-[[Hrywnja]]-Gedenkmünze der [[Nationalbank der Ukraine|ukrainischen Nationalbank]] von 2003 mit ihrem Konterfei]]
 
== Leben ==
 
== Leben ==
Sie kam als Olena Teliha Schowheniwa im Dorf Iljinskoje, welches heute zum Stadtgebiet von Dmitrow bei Moskau gehört, zur Welt. 1917 zog ihre Familie mit ihr nach Kiew, wo sie ein Gymnasium besuchte. Im Mai 1920 musste ihr Vater, ein bekannter Wasserbau-Ingenieur und Professor an der [[Nationale Technische Universität der Ukraine „KPI“|„KPI“]] [[Iwan Schowheniw]] ({{lang|uk|Іван Опанасович Шовгенів}} 1874–1943), vor den [[Bolschewiki]] aus Kiew in die [[Erste Tschechoslowakische Republik|Tschechoslowakei]] flüchten, da er als Angestellter der [[Ukrainische Volksrepublik|Ukrainischen Volksrepublik]] gefährdet war. Im Juli 1922 folgte ihm die Familie ins tschechische [[Poděbrady]]. Olena machte dort im gleichen Jahr ihr Abitur und studierte ab Herbst 1923 am ukrainischen pädagogischen Institut in Prag ukrainische Sprache und Literatur. Dort lernte sie den Kuban[[kosaken]] [[Mychailo Teliha]] ({{lang|uk|Михайло Якович Теліга}}), einen ehemaligen Offizier in der Armee der UNR, kennen und heiratete ihn 1926. In der Zeit begann sie Poesie und journalistische Beiträge in ihrer russischen Muttersprache zu schreiben.
+
Sie kam als Olena Teliha Schowheniwa im Dorf Iljinskoje, welches heute zum Stadtgebiet von Dmitrow bei Moskau gehört, zur Welt. 1917 zog ihre Familie mit ihr nach Kiew, wo sie ein Gymnasium besuchte. Im Mai 1920 musste ihr Vater, ein bekannter Wasserbau-Ingenieur und Professor an der [[Nationale Technische Universität der Ukraine „KPI“|„KPI“]] [[Iwan Schowheniw]] ({{lang|uk|Іван Опанасович Шовгенів}} 1874–1943), vor den [[Bolschewiki]] aus Kiew in die [[Erste Tschechoslowakische Republik|Tschechoslowakei]] flüchten, da er als Angestellter der [[Ukrainische Volksrepublik|Ukrainischen Volksrepublik]] gefährdet war. Im Juli 1922 folgte ihm die Familie ins tschechische [[Poděbrady]]. Olena machte dort im gleichen Jahr ihr Abitur und studierte ab Herbst 1923 am ukrainischen pädagogischen Institut in Prag ukrainische Sprache und Literatur. Dort lernte sie den Kuban[[kosaken]] [[Mychailo Teliha]] ({{lang|uk|Михайло Якович Теліга}}; 1900–1942), ein [[Bandura (Instrument)|Bandurist]] und ehemaliger Offizier in der Armee der UNR,<ref>[http://www.encyclopediaofukraine.com/next.asp?bottomMenuDisplay=pages%5CT%5CE%5CTekhnikums.htm&KidNumer=20706 Eintrag zu Teliha, Mykhailo] in der [[Encyclopedia of Ukraine]]; abgerufen am 11. Juni 2019 (englisch)</ref> kennen und heiratete ihn 1926. In der Zeit begann sie Poesie und journalistische Beiträge in ihrer russischen Muttersprache zu schreiben.
  
 
Zwischen 1929 und 1939 lebte und arbeitete Teliha in Warschau, wo sie an einer ukrainischen Schule unterrichtete und aktiv in der ukrainischen Gemeinde tätig war. Hier wurde sie stark von ihrem Herausgeber [[Dmytro Donzow]] beeinflusst und erlangte als ukrainische nationalistische Dichterin Bekanntheit.
 
Zwischen 1929 und 1939 lebte und arbeitete Teliha in Warschau, wo sie an einer ukrainischen Schule unterrichtete und aktiv in der ukrainischen Gemeinde tätig war. Hier wurde sie stark von ihrem Herausgeber [[Dmytro Donzow]] beeinflusst und erlangte als ukrainische nationalistische Dichterin Bekanntheit.