VATIKAN – Multikulturaliät und Bildung: Internationaler Kongress an der Universität Urbaniana

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Vatikanstadt – Der alljährliche internationale Kongress der Päpstlichen Universität Urbaniana steht dieses Mal unter dem Titel “Multikulturelle Gemeinschaften – für welche Bildung?” und wird vom 17. bis 19. November 2021 an der Universität der Kongregation für die Evangelisierung der Völker stattfinden. Zu dem Kongress, an dem man sowohl vor Ort als auch online mit Simultanübersetzung in mehrere Sprachen teilnehmen kann, Forscher und Wissenschaftler aus Australien, Belgien, Chile, Kolumbien, Deutschland, Ghana, Indien, Irland, Italien, Mosambik, Spanien und den USA eingeladen.
“Vielfalt ist immer ein wenig beängstigend, weil sie erworbene Sicherheiten untergräbt und die Stabilität, die wir erreicht haben, in Frage stellt. Angesichts der kulturellen, ethnischen, politischen und religiösen Vielfalt können wir zwei Haltungen einnehmen: uns in einer starren Verteidigung unserer sogenannten Identität zu verschließen oder uns zu öffnen, um dem anderen zu begegnen und gemeinsam den Traum einer brüderlichen Gesellschaft zu pflegen”, so Papst Franziskus bei seinem Besuch in Budapest am 12. September 2021.
Angeregt durch diese Worte will der Kongress eine Analyse und ein mögliches Verständnis dessen bieten, was in Bildungsgemeinschaften geschieht, in denen sowohl die Ausbilder als auch die in Ausbildung befindlichen Personen aus verschiedenen Völkern, Nationen und Kulturen stammen. Diese Dynamik findet sich heute in den päpstlichen Universitäten, den katholischen Ausbildungsinstituten und den Zentren für die Ausbildung von Ordensleuten.
Auf dem Kongress werden die Ergebnisse einer soziopädagogischen und anthropologischen Untersuchung vorgestellt, die das Höhere Institut für Katechese und missionarische Spiritualität der Päpstlichen Universität Urbaniana in Zusammenarbeit mit der Internationalen Union der Ordensoberen UISG in den Jahren von 2017 bis heute zum Thema “Multikulturalität, Ausbildung und interkulturelle Kompetenz an päpstlichen Universitäten und in der Ausbildung zum Ordensleben” durchgeführt hat. Im Mittelpunkt des Kongresses steht eben diese Multikulturalität der Studierenden und Lehrenden und deren Auswirkungen auf die “Inhalte” und “Ausbildungsmodelle” die an den Päpstlichen Universitäten und in der Ausbildung zum Ordensleben angeboten werden.
“Wenn die Multikulturalität eine Tatsache unserer pluralistischen Gesellschaft und insbesondere der Bildungseinrichtungen der katholischen Kirche ist, so sind Interkulturalität, gegenseitiger Austausch und gegenseitige Veränderung immer noch ein Horizont, der mit Neugier oder Sorge betrachtet wird, eine erzieherische Herausforderung, die in erster Linie die Ausbilder und dann die Menschen in Ausbildung betrifft”, heißt es in einer Mitteilung zum Kongress. Interkulturelle Kompetenzen und interdisziplinäre Fähigkeiten seien jedoch “die Zukunft des globalen Bildungspakts im Hinblick auf den partizipativen Aufbau des integralen Menschen und einer Gesellschaft von Schwestern und Brüdern”.
Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich; über einen Link, der ab dem Morgen des 17. November ab 8.30 Uhr aktiv sein wird und auf der Website der Urbaniana-Universität zu finden ist, kann man die Veranstaltung per Zoom verfolgen. Sechs Stunden später wird der Kongress auf YouTube zu sehen sein.

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