Willy Heller


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Heller, von Beruf Fernmeldeingenieur, war 1919 Mitgründer des [[Windthorstbund]]es in Frankfurt am Main und trat im selben Jahr in den Christlichen Metallarbeiterverband ein. Er war Geschäftsführer des [[Volksverein für das katholische Deutschland|Volksvereins für das katholische Deutschland]] in [[Cottbus]].
 
Heller, von Beruf Fernmeldeingenieur, war 1919 Mitgründer des [[Windthorstbund]]es in Frankfurt am Main und trat im selben Jahr in den Christlichen Metallarbeiterverband ein. Er war Geschäftsführer des [[Volksverein für das katholische Deutschland|Volksvereins für das katholische Deutschland]] in [[Cottbus]].
  
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er 1945 Mitglied der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDU). Er wurde in Cottbus als Leiter des Amtes für Handel und Versorgung eingesetzt und war von 1946 bis 1950 Stadtverordneter in Cottbus. Gleichzeitig war er von 1946 bis März 1950 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Cottbus. Von April 1946 (1. Landesparteitag) bis Mai 1947 war er Stellvertretender Vorsitzender, dann bis Mai 1948 Mitglied des CDU-Landesvorstandes [[Land Brandenburg|Brandenburg]]. Von Oktober 1946 bis März 1950 gehörte er als Mitglied der CDU-Fraktion dem Brandenburger Landtag an. Ab Dezember 1947 fungierte er als Vorsitzender der CDU-Fraktion (Nachfolger des in den Westen geflüchteten [[Gerhard Schütze]]). Von 1948 bis 1950 leitete er als [[Ministerialdirektor]] die Hauptabteilung Verkehr im Ministerium für Wirtschaftsplanung bzw. Wirtschaft in Brandenburg.
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Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er 1945 Mitglied der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDU). Er wurde in Cottbus als Leiter des Amtes für Handel und Versorgung eingesetzt und war von 1946 bis 1950 Stadtverordneter in Cottbus. Gleichzeitig war er von 1946 bis März 1950 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Cottbus. Von April 1946 (1. Landesparteitag) bis Mai 1947 war er Stellvertretender Vorsitzender, dann bis Mai 1948 Mitglied des CDU-Landesvorstandes [[Land Brandenburg|Brandenburg]]. Von Oktober 1946 bis März 1950 gehörte er als Mitglied der CDU-Fraktion dem Brandenburger Landtag an. Ab Dezember 1949 fungierte er als Vorsitzender der CDU-Fraktion (Nachfolger des in den Westen geflüchteten [[Gerhard Schütze]]). Von 1948 bis 1950 leitete er als [[Ministerialdirektor]] die Hauptabteilung Verkehr im Ministerium für Wirtschaftsplanung bzw. Wirtschaft in Brandenburg.
  
 
Im März 1952 flüchtete er in die [[Bundesrepublik Deutschland|Bundesrepublik]], traf in [[Essen|Essen]] jedoch auf gewachsene Strukturen und wurde vom dortigen CDU-Vorstand als Eindringling abgelehnt. Auf dem 2.&nbsp;Parteitag der Exil-CDU im Oktober 1951 in [[Königswinter]] wurde er zum Sprecher des Landesverbandes Brandenburg gewählt und gehörte damit dem neugewählten Hauptvorstand an.<ref>[[Michael Richter (Historiker)|Michael Richter]]: ”Die Ost-CDU 1948 – 1952. Zwischen Widerstand und Gleichschaltung”, Droste Verlag, 1990 Düsseldorf, ISBN 3-7700-0899-5, S.&nbsp;410.</ref>
 
Im März 1952 flüchtete er in die [[Bundesrepublik Deutschland|Bundesrepublik]], traf in [[Essen|Essen]] jedoch auf gewachsene Strukturen und wurde vom dortigen CDU-Vorstand als Eindringling abgelehnt. Auf dem 2.&nbsp;Parteitag der Exil-CDU im Oktober 1951 in [[Königswinter]] wurde er zum Sprecher des Landesverbandes Brandenburg gewählt und gehörte damit dem neugewählten Hauptvorstand an.<ref>[[Michael Richter (Historiker)|Michael Richter]]: ”Die Ost-CDU 1948 – 1952. Zwischen Widerstand und Gleichschaltung”, Droste Verlag, 1990 Düsseldorf, ISBN 3-7700-0899-5, S.&nbsp;410.</ref>